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REICHRAMING. Seit dem Jahr 1998 zieht der Luchs im Nationalpark Kalkalpen und dessen Umfeld wieder seine Fährte. Anlässlich dieses Jubiläums luden die Verwaltung des Nationalparks Kalkalpen und das Partnerkonsortium des LE-Projektes „Aktionsplan Luchs in Österreich“ alle Interessierten zur Informationsveranstaltung „25 Jahre Luchs in der Nationalpark Region“ ein.

Der Luchs im Nationalpark Kalkalpen (Foto: Schlamberger)
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Die Luchsexperten Christian Fuxjäger (Nationalpark Kalkalpen) und Paolo Molinari (Progetto Lince Italia – Università di Torino) präsentierten Erkenntnisse aus ihren umfassenden Erfahrungswerten mit der Luchs-Rückkehr in den Kalkalpen sowie in ganz Mitteleuropa.

Wie leben Luchse? Wie kann ihr Überleben in Österreich langfristig sichergestellt werden? Und wieso hat der Luchs so einen kurzen Schwanz? Die Experten standen für die vielen interessierten Fragen Rede und Antwort. Aus den Wortmeldungen gingen sowohl Faszination für das Tier als auch Herausforderungen im Zusammenleben mit dem großen Beutegreifer hervor. Durch die professionelle Moderation bekamen alle Stimmen Gehör.

Zwar konnte in der Veranstaltung auf einige Erfolge der bisherigen Maßnahmen zum Schutz des Luchses zurückgeblickt werden, wie z.B. der erste Nachwuchs im Nationalpark Kalkalpen im Jahr 2012. Doch das Fortbestehen des Luchses in den Nordöstlichen Kalkalpen ist keinesfalls gesichert. Die fünf Luchse in der Nationalparkregion sind zu wenige für den Aufbau einer stabilen Population und weisen zudem teilweise Inzuchtprobleme aufgrund der engen Verwandtschaft auf. Seit einigen Jahren gibt es keine Nachweise auf Luchsnachwuchs mehr.

Der Luchs ist in Österreich weiterhin stark gefährdet

Insgesamt ist der Luchs in Österreich weiterhin stark gefährdet. Das Projektkonsortium, bestehend aus Naturschutzbund Österreich, Österreichische Bundesforste, Stadt Wien und WWF, hat daher das Bestreben, gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern das Überleben des Luchses in Österreich langfristig zu sichern. Inspiriert durch Artenschutzprojekte zum Luchs in Deutschland, Italien und Slowenien entstand im Jahr 2022 die Idee zum Vorprojekt „LE-Aktionsplan Luchs in Österreich“, indem alle relevanten Interessengruppen von Anfang an eingebunden werden, um ihre Interessen berücksichtigen zu können. Das Projektgebiet umfasst dabei die Nördlichen Kalkalpen in den Bundesländern Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich.

Ziel des Projekts ist es, gemeinsam Inhalte und Maßnahmen für ein Folgeprojekt zu entwickeln, um unter breiter Beteiligung eine langfristig sich selbst erhaltende Population des Luchses im Projektgebiet zu ermöglichen.


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