„Die Zufallsauswahl macht es spannend"
REICHRAMING. Ein Bürgerrat soll helfen, die Gemeinde Reichraming noch lebenswerter zu machen.

Was braucht Reichraming für die Zukunft? Welche Themen, Vorschläge und Ideen haben Bürger? Diesen Fragen geht der „1. Reichraminger Bürgerrat“ nach, der am 29. und 30. September im Ort stattfindet.
Besonders spannend ist, wer teilnehmen kann. Dies entscheidet nämlich der Zufall: aus allen Bürgern im Alter von 15 bis 100 Jahren wurde eine Zufallsauswahl gezogen. „Beim Bürgerrat können maximal 20 Personen teilnehmen, wer sich von den zufällig Eingeladenen zuerst meldet, ist dabei“, erklärt Bürgermeister Michael Schwarzlmüller (SPÖ) die einfachen Regeln. „Die Zufallsauswahl macht es spannend, weil so auch Menschen angesprochen werden, die in Reichraming noch nicht so involviert sind oder ihre Ideen noch nicht eingebracht haben“, meint der Ortschef.
Idee aus den USA
Mit dieser Vorgehensweise geht die agenda.zukunft Gemeinde Reichraming innovative Wege, denn der Bürgerrat ist ein Beteiligungsverfahren, das in den USA entwickelt wurde und in Österreich noch relativ wenig verbreitet ist. Dabei lassen sich die Ergebnisse sehen: 1,5 Tage lang diskutieren die Bürger als Experten ihres Lebensraums Ideen und Vorstellungen für den Ort und entwickeln gemeinsam Lösungsvorschläge. „Aufgrund der Zufallsauswahl geht es bei den Themen mit ziemlicher Sicherheit um Fragen, die viele Menschen im Ort bewegen und begeistern“, weiß Sabine Wurzenberger von der SPES Zukunftsakademie, die den Bürgerrat begleitet.
Die Ergebnisse werden am 18. Oktober um 18 Uhr präsentiert und mit der gesamten Bevölkerung und der Kommunalpolitik weiterentwickelt, sie bilden die Basis für nächste Umsetzungsprojekte der Gemeinde.


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