Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GARSTEN. Seit 18 Jahren ist Georg Perschl freiwillig für das Rote Kreuz tätig. Für einen Auslandseinsatz in der Ukraine ließ er sich beruflich karenzieren.

Georg Perschl (Foto: OÖRK)
Georg Perschl (Foto: OÖRK)

Der Bruch des Kakhovka-Damms führte dazu, dass Gebiete überflutet wurden und kontaminierte Sedimente vom Grund des Stausees in Oberflächenquellen und Brunnen gespült wurden. Dies betraf insbesondere tiefer gelegenen Gebiete an den Flussufern des Dnepr.

Aufgrund dieser Vorkommnisse wurde 2023 die Mission „M15 Training Mission – Ukraine Kakhovka Dam response“ in das Leben gerufen. Ziel war es, Freiwillige des Ukrainischen Roten Kreuzes (URCS) auszubilden, Wasserverteilungsausrüstung wie diverse Speichertanks, Schläuche, Pumpen etc. zu liefern und ausgewählte Trinkwasserentnahmestellen aufzubauen.

Vierfacher Vater

Der Garstner Georg Perschl, der bereits seit 2006 freiwillig für das Rote Kreuz der Bezirksstelle Steyr-Stadt tätig ist, zögerte nicht lange, ließ sich karenzieren und nahm an der Mission teil. Hauptberuflich arbeitet der Diplom-Ingenieur und vierfache Vater als Angestellter der Stadt Steyr. Mit dem Zug und IFRC-Shuttle machte er sich auf die viertägige Reise zum Einsatzort nach Kropyvnitzkyi (Oblast Kirovohrad). Dort angekommen, traf er sich mit weiteren Teammitgliedern des Roten Kreuzes aus verschiedenen Nationen und unterstützte das ukrainische Rote Kreuz beim Aufbau weiterer Kapazitäten.

Perschl fungierte als Teamleader und bildete mit seinem Team freiwillige ukrainische Rotkreuz-Mitarbeiter im Bereich Wasserspeicherung und Verteilung aus. Die Schulung bestand teilweise aus einem Online-Kurs, der in ukrainischer Sprache abgehalten wurde. Der praktische Teil der Schulung wurde in englischer Sprache abgehalten und mit Hilfe von Dolmetschern simultan ins Ukrainische übersetzt.

Mission dauerte vier Monate

Im Zuge der insgesamten vier Monate dauernden Mission wurden 43 Teilnehmer ausgebildet. Zeitgleich unterstützte der Garstner vor Ort die Auswahl von Tankaufstellungspunkten und die Organisation von Trinkwasserentnahmestellen in abgelegenen Dorfgemeinschaften. „Für mich war die Mission eine sehr interessante, aber auch herausfordernde Aufgabe, da es für ein derartiges 'Setting' mit ungewöhnlichen Randbedingungen noch keine Beispiele gab“, erzählt Perschl.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden