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STEYR. Das Gymnasium Werndlpark führt mit dem Fach „Werte – Interkulturelles Lernen – Religionen“ (W.I.R.) ein neues Pflichtfach für die Unterstufe ein. Das Modell ist möglicher Wegweiser für Schulen in ganz Österreich.

Die 1B ist eine von neun WIR-Klassen am Gymnasium Werndlpark (Foto: Gymnasium Werndlpark)
Die 1B ist eine von neun WIR-Klassen am Gymnasium Werndlpark (Foto: Gymnasium Werndlpark)

Der Unterricht vereint religiöse, ethische und kulturelle Themen – unabhängig von Herkunft oder Glaubensrichtung.

Der konfessionelle Religionsunterricht umfasst nun eine Wochenstunde, parallel dazu erhalten Schüler eine Stunde Ethikunterricht. In einer weiteren Stunde arbeiten alle gemeinsam im Fach W.I.R. an kulturellen Fragen, religiösen Zugängen und persönlichen Sichtweisen.

Miteinander lernen

Direktor Florian Bachofner-Mayr unterrichtet selbst Religion und das neue Fach W.I.R: „Die religiöse Landschaft in Österreich hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Dass die Gesellschaft insgesamt vielfältiger geworden ist, merken wir auch in der Schule. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, miteinander zu lernen und nicht nur voneinander.“

Die kirchlichen Schulämter stimmten dem Projekt zu. Bachofner-Mayr sieht im Modell eine klare Antwort auf politische Forderungen nach einer stärkeren Wertebildung, die bisher aber keine Antworten auf das Wie geliefert haben. Der Steyrer Direktor hofft, der Versuch an seinem Gymnasium macht insgesamt Schule: „Mit dem Fach W.I.R. haben wir ein Konzept umgesetzt, das Gemeinsames vor Trennendes stellt und alle mit ins Boot holt.“

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 29. November, bietet das Gymnasium beim Tag der offenen Tür ab 9 Uhr Einblicke in den neuen Unterricht. Eltern und Kinder erfahren über das Schulprofil und das Fach W.I.R.


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