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STEYR. Zum Welttag der Fremdenführer erinnern die Steyrer Austria Guides bei einem Rundgang an die historischen Ereignisse vor 400 Jahren und zeigen die Bedeutung der Stadt als Bastion des politischen Widerstands in Oberösterreich während des großen Bauernkriegs.

Die beiden Austria Guides Martha Rieß und Wolfgang Hack zeigen eine Waffe des Bauernaufstands von 1626. (Foto: Hack)

Im Jahr 1626 war die „Eisenstadt“ weit mehr als nur ein Schauplatz des Oberösterreichischen Bauernkriegs – sie war dessen politisches Zentrum. Während Stefan Fadinger das Heer anführte, lenkten Steyrer Bürger wie Stadtrichter Wolf Madlseder und Stadtadvokat Lazarus Holzmüllner die Geschicke des Aufstands.

Die damals überwiegend protestantische Bürgerschaft bildete eine für die Zeit außergewöhnliche Allianz mit den Bauern gegen die bayerische Pfandherrschaft und die erzwungene Gegenreformation.

Handelswege kontrolliert

„Steyr fungierte als strategisches Zentrum, kontrollierte wichtige Handelswege und sicherte die Versorgung für die Belagerung von Linz“, erzählt Wolfgang Hack, Fremdenführer zu Steyr.

Doch der Einsatz für Religionsfreiheit und Gerechtigkeit forderte einen hohen Preis. „Nach der Niederlage im November 1626 traf die Stadt die volle Härte der kaiserlichen Vergeltung. Die Anführer Madlseder und Holzmüllner wurden hingerichtet, ihre Familien enteignet. Der anschließende Konfessionszwang führte zu einer massiven Auswanderungswelle, die Steyr einen beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Aderlass bescherte“, so Hack.

Zwei Führungen

Stadtführungen unter dem Titel „Blut, Barock und Hochverrat“ mit den Steyrer Austria Guides finden am Samstag, 7. März, um 10 und 14 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Rathaus, die Dauer beträgt 90 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht nötig; Preis: nach freiem Ermessen.


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