Eintrittspreise im Hallenbad Losenstein wurden gesenkt
LOSENSTEIN. Das Hallenbad in Losenstein wurde 1976 eröffnet und feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Ob dringend nötige Sanierungsarbeiten gemacht werden können, hängt auch von allen anderen Gemeinden in Steyr-Land ab.

Rund 2,8 Millionen Euro sind für die Sanierung des Ennstal Hallenbades veranschlagt. 80 Prozent der Kosten sollen vom Land Oberösterreich getragen werden. 70 Prozent aus dem Gemeinde-Ressort, zusätzliche 10 Prozent, weil das Landesjugendhaus in Losenstein liegt.
Für die weiteren 20 Prozent müssen die Gemeinden in Steyr-Land nach einem festgelegten Schlüssel aufkommen. Die Beschlüsse in der Standort-Gemeinde Losenstein wurden bereits gefällt, dort hat man sich klar für den Erhalt ausgesprochen.
An einem Strang ziehen
Vom Land wird ein Schulterschluss im Bezirk eingefordert. „Das Hallenbad ist für die gesamte Region und auch für das Landesgästehaus von enorm großer Bedeutung. Wenn eine Bezirkslösung gelingt, können wir eine Förderung von 80 Prozent für die gesamten Sanierungskosten ermöglichen“, sagt Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). „Denn für mich ist klar: Der ländliche Raum und seine Menschen müssen nicht nur gehört, sondern auch gestärkt werden.“
Auf einem guten Weg
Für den Erhalt des Hallenbades haben sich viele im Ennstal eingesetzt, mittlerweile ist man auf einem guten Weg, die Infrastruktur für weitere Jahrzehnte zu sichern. Zwischen März und Juni sollen die Gemeinden in Steyr-Land ihre jeweiligen Beschlüsse zur Mitfinanzierung fassen. Profitieren werden vor allem auch Schulklassen aus der gesamten Region. „Sie werden bei der Buchung von Schwimmbahnen priorisiert“, sagt Losensteins ÖVP-Vizebürgermeister Michael Schmidthaler, der die Koordination bei der Rettung des Hallenbades übernommen hat.
30.000 Gäste jährlich
Rund 30.000 Besucher werden jährlich im Hallenbad gezählt. Besonders für den Schwimmunterricht hat die Einrichtung eine große Bedeutung. Auch der örtliche Sportverein mit seiner Schwimmsektion trainiert mehrmals pro Woche und bietet Kurse für Kinder und Erwachsene an.
Mit 3. März wurden die Eintrittspreise im Hallenbad in Losenstein gesenkt. Neu ist ein Kurztarif (zwei Stunden), für diesen zahlen Erwachsene acht Euro, Kinder von 4 bis 14 Jahren vier Euro.
Sanierung ab Sommer
Schwere Schäden am Dach führten in den Jahren 2023 und 2024 zu einer längeren Schließung. Neben der bereits begonnenen Sanierung der Dachkonstruktion zeigt eine Bestandsanalyse, dass weitere Maßnahmen dringend notwendig sind. Damit der Badebetrieb im Herbst wieder weiter gehen kann, sollen im Sommer die nächsten Sanierungsschritte gesetzt werden.
Stimmen
Regina Aspalter (ÖVP-Landtagsabgeordnete aus Maria Neustift): „Viele Ennstaler haben - wie auch meine Kinder und ich selbst - in Losenstein schwimmen gelernt. Das soll auch kommenden Generationen möglich sein, daher ist das Ennstal-Hallenbad für mich eine unverzichtbare Einrichtung. Gemeinsam können wir die notwendige Generalsanierung stemmen.“
Franz Rettensteiner (SPÖ-Gemeindevorstand Losenstein): „Der Erhalt des Hallenbades hat für alle Ennstaler eine hohe Priorität. Immerhin lernen hier im Schnitt 120 Kinder pro Jahr das Schwimmen fürs Leben. Unser Ansatz in Losenstein ist seit Jahrzehnten: Je besser Kinder schwimmen lernen, desto sicherer sind sie im Urlaub, am See oder im Pool.“
Andreas Huber (Gemeinderat Grüne, Losenstein): „Mit einem Beitrag von etwas mehr als einem Euro pro Einwohner im Bezirk gelingt es uns, dieses Bad auch für die kommenden Jahrzehnte zu erhalten. Wenn wir diesen Akt der Solidarität nicht zustande bringen, verlieren wir diese Infrastruktur in unserer Region auf absehbare Zeit. Ein Neubau würde etwa das Zehnfache kosten. Es handelt sich um eine nachhaltige Investition in unsere Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität.“
Anmerkung: Die FPÖ Steyr-Land gab auf die Tips-Anfrage keine Stellungnahme ab.


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