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Angespannte Finanzlage am Eurothermen-Standort Bad Hall

Robert Hofer, 25.03.2026 09:46

BAD HALL. Der Landesrechnungshof (LRH) prüfte die wirtschaftliche Entwicklung der drei Eurothermen-Standorte in Oberösterreich (2019 bis 2024). Die Situation in Bad Hall wird als schwierig beschrieben.

Therme Mediterrana in Bad Hall (Foto: EurothermenResort)
Therme Mediterrana in Bad Hall (Foto: EurothermenResort)

„Bad Hall benötigt weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Ziel muss sein, die wirtschaftliche Basis des Standorts langfristig zu stärken. Dazu braucht es weitere Anstrengungen seitens des Managements“, sagt LRH-Direktor Rudolf Hoscher.

Im Zuge der Initiativprüfung stellte der LRH fest, dass sich die Eurothermen-Gruppe auf Basis der „OÖ Thermenstrategie 2010“ stetig weiterentwickelte. Eine aktualisierte, verschriftlichte Gesamtstrategie für die gesamte Unternehmensgruppe liegt jedoch nicht vor.

Angesichts veränderter Marktbedingungen, steigender Energieanforderungen und anstehender Groß­investitionen empfiehlt der LRH die Einleitung eines Strategieentwicklungsprozesses. Aus einer neu gefassten Unternehmensstrategie für die gesamte Gruppe sollen konkrete Detailkonzepte für die einzelnen Standorte – insbesondere für Bad Hall – abgeleitet werden.

Auch das Land Oberösterreich als Eigentümerin soll künftig eine Gesamtübersicht über geplante Investitionen und deren Finanzierung einfordern.

Mehr Zusammenarbeit

Der LRH sieht Potenzial in einer stärkeren Standardisierung und organisatorischen Bündelung standortübergreifender interner Verwaltungsaufgaben (z. B. in den Bereichen IT, Rechnungswesen oder Personalverrechnung).

Im Prüfungszeitraum war die Unternehmensgruppe von pandemiebedingten Einbußen, hohen Energiepreisen und inflationsbedingt hohen Kollektivvertragsanpassungen betroffen.

Während die wirtschaftliche Lage in Bad Schallerbach wieder sehr gut und in Bad Ischl wieder stabil ist, bleibt die Situation in Bad Hall schwierig. Der Standort sieht sich mit strukturbedingten besonderen Herausforderungen konfrontiert.

Der LRH anerkennt bereits gesetzte Maßnahmen, empfiehlt jedoch zusätzliche Maßnahmen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung.

1,3 Millionen Gäste pro Jahr

Die ehemaligen Landeskuranstalten in Bad Schallerbach, Bad Ischl und Bad Hall sind in den frühen 2000er Jahren als eigenständige Unternehmen der Oö. Landesholding unter dem Dach der OÖ. Thermenholding zusammengefasst worden.

„Seitdem hat sich ein bemerkenswerter Erfolgsweg vollzogen: Neben den jährlich rund 1,3 Millionen Thermengästen können die drei EurothermenResorts auch auf rund 220.000 Hotelnächtigungen und 220.000 Therapieanwendungen verweisen“, erklärt Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Bereits Ende 2024 sei ein Prozess für die strategische Weiterentwicklung von jedem der drei Standorte aufgesetzt worden. „Ziel ist, gemeinsam mit dem Eigentümer Land Oberösterreich, die EurothermenResorts wirtschaftlich stabil, qualitativ führend und nachhaltig aufzustellen“, so Achleitner. „Ein klarer Fokus liegt dabei auf einer kontinuierlichen Attraktivitätssteigerung durch gezielte Investitionen in touristische und gesundheitsinfrastrukturelle Angebote.“ 


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