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Nur vier von zehn Kindern in Steyr-Land tragen ihre Warnwesten

Robert Hofer, 09.04.2026 08:33

REGION STEYR. Der OÖ Zivilschutz überprüft in den Wintermonaten stets die Tragehäufigkeit von Warnwesten.

Überprüfung in der Volksschule Pfarrkirchen. (Foto: privat)
Überprüfung in der Volksschule Pfarrkirchen. (Foto: privat)

Dabei besuchten die Zivilschutzbeauftragten stichprobenartig die Volksschulen und belohnten diejenigen Erstklässler, die eine Warnweste anhatten.

Die diesjährige Nachhaltigkeitsüberprüfung ergab eine Tragehäufigkeit von 65 Prozent in ganz Oberösterreich. „Das ist ein tolles Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass die Überprüfung im Jahr 2025 eine Tragehäufigkeit von 44 Prozent ergab“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, der die Steigerung gleichzeitig relativiert. „Dieses Resultat ist jährlichen Schwankungen unterworfen und darf nicht als Trendwende interpretiert werden, auch wenn wir es heuer sehr positiv sehen.“

Starkes Ergebnis in Steyr

Während das Bezirksergebnis für Steyr-Land nur bei 39 Prozent liegt, hatten in Steyr-Stadt 80 Prozent der Kinder eine Warnweste an. „Wir werden weiterhin einen Schwerpunkt auf dem Thema Sicherheit und Sichtbarkeit im Straßenverkehr legen. Auch wenn die Schüler meist reflektierende Streifen bzw. Anhänger an der Schultasche oder der Kleidung haben, ersetzen diese doch nicht die signalgelbe Warnweste“, sind sich Steyrs Zivilschutz-Stadtleiterin Karin Nosko und Steyr-Lands Zivilschutz-Bezirksleiterin Verena Laußermair einig.

Auch in diesem Jahr erklärten wieder viele Schüler und Lehrer bei der Nachhaltigkeitsüberprüfung, dass die Kinder immer mehr mit dem Auto zur Schule gebracht werden und deswegen die Warnweste nicht anhaben.

Bei der Überprüfung wurden die Kinder von den Zivilschutzbeauftragten motiviert, die Warnweste zu tragen. Jene Schüler, welche die Schutzwesten an diesem Tag anhatten, wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt, die Kinder, die die Weste an dem Tag nicht dabeihatten, erhielten die Belohnung, wenn sie den leuchtgelben Überwurf am Folgetag ebenfalls verwendeten.

Die Nachhaltigkeitsüberprüfung wird jährlich stichprobenartig vom OÖ Zivilschutz in den Wintermonaten bis zum Frühjahr durchgeführt. Um den Kindern die Wichtigkeit der Warnweste nahezubringen, wird ein Foto von den Schülern im abgedunkelten Raum ohne Blitz gemacht. Danach ein Foto mit Blitz, denn darauf sind die reflektierenden Streifen der Westen sehr gut zu erkennen. Dies veranschaulicht, wie gut ein Autofahrer die Kinder mit der Warnweste im Dunkeln sieht.

Unfälle vermeiden

„Wir danken allen Zivilschutzbeauftragten, die in den Morgenstunden, diese Überprüfung durchgeführt und so noch einmal die Wichtigkeit der Warnweste betont haben“, so Nosko und Laußermair. In den nebeligen und dämmrigen Herbst- und Wintermonaten ist die Warnweste besonders wichtig.

Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Kinder für die Autofahrer besser sichtbar wären. „Mit der Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter“, sagen die Bezirks- und die Stadtleiterin für Zivilschutz. „Dementsprechend wichtig ist die Vorbildwirkung bei Eltern und Lehrer. Auch diese sollten eine Warnweste oder reflektierende Armbänder nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind.“

Neben dem Tragen der Warnweste oder rückstrahlender Kleidung ist es außerdem wichtig, dass Eltern den Schulweg mit ihrem Kind üben und sie über mögliche Risiken im Straßenverkehr umfassend informieren.


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