Rekordsommer ließ die Kassen in Freibädern der Region Steyr klingeln
REGION STEYR. Rund 30 Prozent mehr Badegäste als im Vorjahr verzeichneten die Freibäder in der Region Steyr. Trotz der guten Einnahmen in diesem Rekordsommer bleibt die Finanzierung für die Gemeinden eine große Herausforderung.

An rekordverdächtigen 110 Badetagen hatte heuer das Freibad der Marktgemeinde Garsten geöffnet, im Vorjahr waren es nur 96 gewesen. „Besonders der Juni war sehr besucherstark und hat wesentlich zu den guten Zahlen der heurigen Saison beigetragen“, sagt Betriebsleiter Michael Kogler.
Im eher schwachen Sommer 2025 zählte man in Garsten 41.900 Badegäste, heuer waren es 53.880. Der jährliche Betriebsabgang und notwendige Sanierungen seien eine finanzielle Herausforderung für die Gemeinde.
Die Erneuerung des Sanitär- und Umkleidebereichs steht ebenso an wie Foliensanierungen im Familien- und Kinderbecken. „Diese Investitionen sollen schrittweise umgesetzt werden, um den langfristigen Erhalt und Fortbestand des Freibades zu sichern“, so Kogler.
Unverzichtbarer Treffpunkt
In Sierning zählte man im Rekordsommer 27.000 Badegäste, um 9.000 mehr als noch vor einem Jahr. „Unser Freibad ist ein Treffpunkt für viele Menschen und gerade in Zeiten der Klimaerwärmung unverzichtbar“, heißt es von der Marktgemeinde.
Über etwaige Investitionen wird im Rahmen der Erstellung des Voranschlages 2027 entschieden. In der Nachbargemeinde Wolfern verzeichnete man heuer deutlich mehr Gäste mit Tageskarten, die Finanzierung für das Waldbad ist auch für 2027 gesichert.
Zwei Gemeinden, ein Bad
Im gemeinsamen Freibad der Gemeinden Pfarrkirchen und Bad Hall wurde heuer mit 35.800 Gästen (+11.200 gegenüber 2025) ein neuer Besucherrekord verzeichnet. Für 2027 will man ein automatisiertes Kasseneintrittssystem installieren, da die Personalsuche immer schwieriger wird.
Das Steyrer Stadtbad verbuchte heuer an 104 Badetagen 34.250 Besuche und damit um 40 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Im Herbst startet die Sanierung des Tauchergartens. Dieser soll 2027 den Badegästen wieder zur Verfügung stehen.
Fünf Freibäder im Ennstal
Im Ennstal halten sich nach wie vor fünf Freibäder, mit der heurigen Saison ist man durchwegs zufrieden. In Großraming wurde die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr um 4.000 Gäste gesteigert. „Ein wesentlicher Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Bademeister und Buffetmitarbeiterinnen, denen der weitere Erhalt und Betrieb des Freisicht-Bades sehr am Herzen liegt“, sagt Elisabeth Merkinger von der Gemeinde Großraming.
In Gaflenz wurden in den letzten beiden Jahren bereits 80.000 Euro in die Technik des Freibades investiert, um die Wasserqualität zu sichern. „2027 stehen weitere Sanierungsmaßnahmen an, um den Besuchern weiterhin einen unbeschwerten Aufenthalt bieten zu können“, erzählt Amtsleiterin Eva-Maria Forsthuber.
Neue Filteranlage
In der Nachbargemeinde Weyer zählte man heuer 14.800 Freibad-Besucher und damit um 31 Prozent mehr als im Vorjahr. „Noch in diesem Herbst ist die Sanierung der Filteranlage vorgesehen. Damit sollen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch in der kommenden Badesaison wieder ein reibungsloser und qualitativ einwandfreier Betrieb gewährleistet ist“, so Amtsleiter Michael Schachner.
Ebenfalls ein Plus von 31 Prozent bei den Badegästen verzeichnete man in Laussa. „Im Vergleich zu 2024 waren es aber nur zwei Prozent mehr. Das zeigt, dass die Besucherzahlen immer stark wetterabhängig sind“, so Elisabeth Hirner von der Gemeinde Laussa.
Öffentliche Freibäder gibt es in folgenden Gemeinden:
- Bad Hall/Pfarrkirchen
- Gaflenz
- Garsten
- Großraming
- Laussa
- Sierning
- Steyr (Schwimmschule, Stadtbad)
- Ternberg
- Weyer








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden