Einblicke in die Waldbewirtschaftung am Damberg
ST. ULRICH. Der Wald der Zukunft braucht Vielfalt und Pflege. Worauf es dabei ankommt, wurde bei Führungen am Damberg von Experten der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in St. Ulrich erklärt.

Wie entwickeln sich die Wälder unter veränderten Klimabedingungen – und was ist notwendig, um sie langfristig stabil zu erhalten? Diesen Fragen ging eine Gruppe Naturinteressierter bei der „Wald der Zukunft“-Führung nach.
Die ÖBf-Experten Susanne Binder und Sebastian Wieland führten die Teilnehmer an sieben Stationen durch unterschiedliche Waldbilder am Damberg. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Funktionen des Waldes sowie die Auswirkungen des Klimawandels.
Auf mehreren Beispielflächen waren unterschiedliche Waldbilder und Baumartenmischungen zu sehen. Besonders interessant war dabei die starke Naturverjüngung von Tanne, Buche und weiteren Baumarten, die zeigt, wie sich unsere Wälder an veränderte Bedingungen anpassen.
Borkenkäfer zurückdrängen
Bei der Besichtigung einer größeren Borkenkäferfläche erläuterten die ÖBf-Experten, welche Herausforderungen solche offenen Flächen mit sich bringen und wie dort wieder ein widerstandsfähiger Mischwald entstehen kann.
Auch Lebensweise, Monitoring und Bekämpfung des Borkenkäfers und anderer Forstschädlinge wurden erklärt. Welche Rolle ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wald und Wild spielt, verdeutlichten Verbissschäden an jungen Tannen und Ahornbäumen.
Neue Baumarten für die Region
Mit Douglasie und Stieleiche lernten die Teilnehmer zudem zwei Baumarten kennen, die künftig eine ergänzende Rolle im Forstrevier Steyr spielen können.
Welche Baumarten tatsächlich gefördert werden, hängt stets vom jeweiligen Standort ab. Eine breite Mischung verteilt das Risiko, da die Arten unterschiedlich auf Trockenheit, Hitze, Stürme und Schädlinge reagieren.
Waldbrände als Gefahr
Abschließend rückte angesichts des sehr trockenen Sommers noch das Thema Waldbrand in den Fokus: Besprochen wurden mögliche Ursachen und unterschiedliche Brandarten ebenso wie Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung.








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