Dietacher hofft auf Olympia-Einsatz
DIETACH. Josef Waizinger gehört zu den besten Tischtennis-Schiedsrichtern der Welt. Corona hat im Vorjahr allerdings kaum Einsätze zugelassen.

Eigentlich sollte das Jahr 2020 für Tischtennis-Schiedsrichter Josef Waizinger voll mit wichtigen Terminen sein. Als einer von nur acht Europäern war er fix für die Oympischen Spiele in Tokio nominiert. „In Asien war ich schon mehrmals bei Weltmeisterschaften im Einsatz, daher weiß ich, dass dort die Turniere perfekt organisiert sind. Besonders die unzähligen freiwilligen Helfer, die den ausländischen Teilnehmern jeden Wunsch zu erfüllen versuchen, sind beeindruckend“, erzählt der Dietacher. „Das macht viel vom Flair einer solchen Veranstaltung aus.“
Keine Südkorea-Reise
Doch nicht nur die Olympischen Spiele fielen im letzten Jahr ins Wasser. Im März hätte Waizinger mit seiner Gattin Paola Bongelli, ebenfalls mehrmalige WM- und Olympiaschiedsrichterin, nach Busan (Südkorea) zur Weltmeisterschaft fliegen sollen. „Die ITTF hatte uns beide extra angefordert. Meine Frau hatte aber schon früh den richtigen Riecher und hat darauf bestanden, die Flüge nach Südkorea nicht zu buchen, nachdem in China die ersten Corona-Fälle bekannt wurden. Lange bevor die Veranstaltungen abgesagt wurden, war sie davon überzeugt, dass WM und Olympia sicher nicht stattfinden werden – und lag damit goldrichtig“, so Waizinger.
Neuer Anlauf
Die Olympischen Spiele wurden rasch für 2021 neu angesetzt (23. Juli bis 8. August), die Weltmeisterschaft nach zwei Verschiebungen aber endgültig abgesagt. „Wirklich überzeugt bin ich nicht, dass Tokio 2021 trotz Pandemie in Szene gehen kann“, meint Waizinger. „Das wäre enorm schade. In dem Fall müsste ich dann bis Paris 2024 warten. Aber wenn ich es genau wissen will, werde ich eben meine Frau fragen. Die kann es mir sicher wieder vor IOC-Präsident Thomas Bach sagen.“


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