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STEYR. 1.900 Kilometer in fünf Tagen und vier Tabellenpunkte. Das ist das stolze Resultat der beiden Vorarlberg-Auswärtsspiele des UTC Casa Moda Steyr in der 1. Tennis-Bundesliga. 

 (Foto: privat)
(Foto: privat)

Nach dem hauchdünnen 5:4-Sieg in Dornbirn legten die Steyrer am Donnerstag mit einem 6:3-Erfolg bei Feldkirch-Altenstadt nach. Dabei musste die Mannschaft um Kapitän Stefan Minichberger alles in Waagschale werfen, um nach dem 3:3-Zwischenstand nach den Einzeln schließlich in allen drei Doppeln erfolgreich vom Platz zu gehen. „Dieser Sieg war extrem wichtig für die Moral, denn es hat einiges nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten. Umso schöner ist am Ende der Erfolg“, sagte Minichberger erleichtert.

Einige Umstellungen

Im Vergleich zum Dornbirn-Match hatte der Kapitän sein Team an drei Positionen verändert. Der Italiener Matteo Viola ersetzte den zu einem ATP-Turnier nach Kasachstan abgereisten Vitaliy Sachko an der Spitzenposition. Johannes Fleischmann rückte für Juraj Masar in die Mannschaft und der 18-jährige Viktor Hockl gab anstelle des 23 Jahre älteren Minichberger sein Saisondebüt. Gleich zu Beginn entwickelten sich Matches auf Augenhöhe. Während Fleischmann seinen Gegner Robin Peham nach verlorenem ersten Satz noch im Matchtiebreak niederringen konnte, musste sich David Pichler dem Südtiroler Patrick Prader in ebendiesem geschlagen geben.

Bachmaier und Traxler souverän

Da Philip Bachmaier gegen Niklas Rohrer da schon einen souveränen Zweisatz-Sieg gefeiert hatte, stand es zwischenzeitlich 2:1 für die Steyrer. Viola wurde seiner Favoritenrolle gegen den Deutschen Christoph Negritu nicht gerecht und musste sich in zwei Sätzen geschlagen geben. Simon Traxler setzte sich gegen Gerrit Lebeda souverän durch und brachte den UTC wieder 3:2 in Führung. Doch Viktor Hockl verpasste es, nach Satzführung, den Vorsprung der Steyrer auszubauen. Nach einer unglücklichen Niederlage im Matchtiebreak gegen den gleichaltrigen Valentin Werner hieß es 3:3 vor den Doppeln.

Richtig taktiert

Mit einer gewieften Doppelaufstellung wechselte das Momentum jedoch schnell wieder auf die Seite der Steyrer. Pichler/Traxler feierte einen Zweisatzsieg gegen Peham/Lebeda. Danach wurde die Begegnung endgültig zum Krimi. Viola/Bachmaier mussten nach starkem Start (6:2) den zweiten Satz gegen das Altenstädter Einserdoppel Negritu/Prader 4:6 abgeben. Die Entscheidung fiel wie so oft an diesem Tag im Matchtiebreak. Dieses Mal hatten die Steyrer mit 10:7 das bessere Ende für sich. Der Sieg war in der Tasche. Als Zugabe drehte die Paarung Fleischmann/Minichberger auch das dritte Doppel nach verlorenem ersten Satz für die Steyrer. Nach dem 10:5 im insgesamt fünften Matchtiebreak des Tages hieß es am Ende 6:3 für die UTC-Cracks.

Zweiter in der Tabelle

Der UTC liegt in der Tabelle nach zwei Runden auf Rang zwei in der Gruppe A. Nach der fünfstündigen Heimfahrt bleibt kaum Zeit zum Durschnaufen. Bereits am Samstag, 5. Juni, kommt der mit Davis-Cup-Spieler Sebastian Ofner verstärkte TC Kern nach Gleink auf die UTC-Anlage. Spielbeginn ist um 11 Uhr.      

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