Initiative für die Generation 50+ startet in Steyr am 1. Jänner
STEYR. Die Arbeitsmarktdaten für September bestätigen die Trends der letzten Monate. Während die Gesamtarbeitslosigkeit um weitere 4,3 Prozent gesunken ist, konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Generation 50+ mithilfe der Aktion 20.000 zwar annähernd angehalten werden, dennoch stieg sie erneut um 0,1 Prozent an.

Das zeigt, wie wichtig die Aktion 20.000 für ältere Arbeitnehmer ist. Wir schaffen 20.000 zusätzliche Jobs für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren und geben ihnen eine neue Perspektive“, betont Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) bei seinem Besuch am Montag in Steyr. In den Modellregionen läuft die Initiative bereits erfolgreich. Insgesamt konnten annähernd 1000 Stellen vergeben werden. Weitere 1000 zusätzliche Arbeitsplätze wurden dem AMS darüber hinaus schon gemeldet.
Österreichweite Umsetzung
“Jetzt geht es darum, die österreichweite Umsetzung bestmöglich vorzubereiten – genau das macht Steyr, übernimmt hier auch Verantwortung und wird dem Ruf als soziale Musterstadt gerecht“, sagt Stöger. Die oberösterreichische Modellregion in Linz und Urfahr-Umgebung ist schon jetzt Vorreiter für die Aktion 20.000. Hier haben die Gemeinden, gemeindenahe Betriebe und gemeinnützige Organisationen knapp 260 Stellen geschaffen. Rund 360 Jobs sind zudem in Vorbereitung. „Die Gemeinden und Organisationen haben erkannt, dass sie ihren Bürgern mit der Aktion 20.000 zusätzliche Leistungen anbieten können, für die bislang das Personal gefehlt hat. Gleichzeitig helfen sie älteren Arbeitssuchenden dabei, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten“, so Stöger.
Steyr startet am 1. Jänner 2018
Steyrs Stadtchef Gerald Hackl sagt: „Wir sind als Stadt seit dem Parlaments-Beschluss in Kontakt mit dem AMS, um den Bedarf und die Möglichkeiten auszuloten. Nun sind wir gerüstet, um ab dem 1. Jänner nächsten Jahres mindestens 30 Menschen im Alter von 50 plus einen Arbeitsplatz zu geben.“ Der Bürgermeister betont: „Die Aktion 20.000 ist sicher eine Win-win-Situation für Steyr, der Bund übernimmt die Kosten und wir als Stadt können unsere Leistungen noch besser unseren Bürgern anbieten.“
Schwieriger Weg zurück
Steyrs AMS-Chef Hubert Heindl begrüßt die Initiative ebenfalls. „In erster Linie ist dies eine sehr gute sozialpolitische Maßnahme, weil nur sieben Prozent der Menschen über 50, die auch noch länger als ein Jahr arbeitslos sind, auf normalem Weg wieder einen Job finden.“


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