„Transfer-Box“ zur Übergabe von Familienunternehmen
STEYR. Die Fachhoschschule Steyr und die Standortagentur Business Upper Austria haben gemeinsam mit europäischen Partnern ein dreijähriges Projekt abgeschlossen.

Jedes Jahr schließen viele erfolgreiche Familienunternehmen in mitteleuropäischen Ländern, da sich keine passende Nachfolgelösung findet. Der FH OÖ Campus Steyr, Studiengang Global Sales and Marketing, sowie die oö. Standortagentur Business Upper Austria erarbeiteten beim Projekt „Enter-transfer“ gemeinsam mit Projektpartnern aus Kroatien, Polen, der Slowakei und Tschechien im Laufe der letzten drei Jahre Unterstützungsservices, die den Prozess der Unternehmensnachfolge verbessern sollen. Jetzt sind die Projektergebnisse abrufbar: Eine Toolbox zur Selbsteinschätzung, eine Matchmaking-Plattform zur Nachfolgesuche und viele interessante Videos zum Thema unter www.entertransfer.com
Internationale Einblicke
Unternehmensübergaben sind ein bedeutendes Thema für Politik und Wirtschaft in Europa, da jedes Jahr eine steigende Anzahl an Übergaben stattfinden – mit wirtschaftlichen Folgen und sozialen Auswirkungen. Da es immer schwieriger wird, geeignete Nachfolger für kleinere, familiengeführte Unternehmen zu finden, müssen jährlich zahlreiche erfolgreiche KMUs schließen. Vor allem in Mittel- und Osteuropa ist dies auch darauf zurückzuführen, dass es nur sehr begrenzte Erfahrungen mit Unternehmensübergaben gibt und keine ausgeprägten staatlichen Unterstützungsmechanismen vorhanden sind. In Österreich hingegen finden sich bereits einige Unterstützungsangebote im Bereich Unternehmensnachfolge (z. B. WKO). So konnte die FH als oberösterreichischer Partner im EU-Projekt Erfahrungen teilen und im Gegenzug internationale Einblicke gewinnen.
Unternehmensnachfolge erleichtern
Das Ziel des Projekts war es, ökonomische und soziale Innovationen zu fördern, um Unternehmensnachfolgen auf nationaler und transnationaler Ebene zu erleichtern und das Risiko von „Business-Exits“ zu verringern. Das EU-Projekt zielte außerdem darauf ab, die Aufmerksamkeit des privaten und des öffentlichen Sektors auf die Bedeutung des Themas zu lenken und Fähigkeiten und Kenntnisse von jungen (zukünftigen) Unternehmern zu vertiefen. Es fanden daher zahlreiche Workshops mit privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie Schulen statt.
Workshop mit Bausteinen
Besonders erfolgreich liefen die Fortbildungen für übergebende Unternehmen, die mit der Methode „Lego Serious Play“ gestaltet wurden. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden sehr interessante Lösungswege für die jeweiligen Unternehmensübergaben erarbeitet, sodass das Ziel der erfolgreichen Betriebsübergabe spielerisch einen großen Schritt näher rückte.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden