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STEYR. Tausende Teilnehmer werden am Donnerstag, 15. Oktober, bei der MAN-Kundgebung am Stadtplatz erwartet.

fotokerschi.at/Kerschbaummayr
fotokerschi.at/Kerschbaummayr

Mit einem Appell an die Eigentümer, Verantwortung zu übernehmen, und großem Unmut über das MAN-Management endete letzte Woche das erste Koordinationsgespräch der MAN-Betriebsratsvorsitzenden Erich Schwarz und Thomas Kutsam mit den Gewerkschaftsspitzen. Schwarz und Kutsam appellieren an den Eigentümer Volkswagen, den profitablen MAN-Standort Steyr nicht leichtfertig kurzfristigem Profitstreben zu opfern. „Mit einer Standortschließung ginge dem Konzern viel Knowhow und Erfahrung verloren.“

Sichtbarer Protest

Von der für 2023 geplanten Schließung wären nicht nur die 2.300 Arbeitsplätze im MAN-Werk betroffen, sondern auch tausende Jobs bei den Zulieferbetrieben. Als erste Protest-Maßnahme wird es am Donnerstag, 15. Oktober, einen Warnstreik geben. Die MAN-Belegschaft trifft sich um 12 Uhr beim Haupttor und marschiert anschließend in die Innenstadt. Dort ist für 12.30 Uhr eine große Kundgebung mit tausenden Besuchern am Stadtplatz geplant. Die Stadt Steyr und ihre Bevölkerung sollen ein starkes Zeichen für den Erhalt der Industriearbeitsplätze senden. „Die gesamte Gewerkschaftsbewegung steht an der Seite der MAN-Beschäftigten. Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmer die Zeche für Missmanagement zahlen“, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian.

Schutzmasken tragen

Die Organisatoren der Protestkundgebung weisen darauf hin, dass aufgrund der Covid-19-Verordnung alle Teilnehmer am Donnerstag einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.


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