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STEYR. Die BMW Group in Österreich bilanzierte am Donnerstag über das Wirtschaftsjahr 2020. Im Motorenwerk in Steyr wurden 19 Prozent weniger Triebwerke produziert als noch 2019. Dennoch wird weiter am Standort investiert.

Foto: BMW Group
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Das BMW Group Werk Steyr ist mit weiterhin rund 4.400 Mitarbeitern das weltweit größte Motorenwerk der BMW Group und eines der Antriebs-Kompetenzzentren im globalen Produktionsnetzwerk. Die ausbleibende weltweite Nachfrage aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr jedoch auch das Werk Steyr getroffen. Nach einer kurzzeitigen Produktionsunterbrechung Ende März/Anfang April und einer schleppenden Nachfragesituation im Frühsommer, konnte die Produktion ab August jedoch wieder deutlich hochgefahren werden.

60,5 Prozent Benziner

Die Auswirkungen der Pandemie spiegeln sich dennoch im Wirtschaftsergebnis des BMW Group Werk Steyr wider. Im Jahr 2020 wurden knapp eine Millionen Motoren (davon 60,5 Prozent Benzinmotoren und 39,5 Prozent Dieselmotoren) und 10,1 Millionen Antriebskomponenten produziert. Das bedeutet: Weiterhin besitzen rund die Hälfte aller weltweit neu verkauften BMW und Mini Fahrzeuge mit einem Diesel- oder Benzinmotor ein „Herz“ aus Österreich.

Drei Milliarden Euro Umsatz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die BMW Motoren GmbH einen Umsatz von knapp drei Milliarden Euro (ein Minus von 19 Prozent gegenüber 2019) und zählt damit schon für sich genommen zu den umsatzstärksten Unternehmen Österreichs.

Weite Investitionen

Trotz der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 wichtige Zukunftsinvestitionen am Standort Steyr umgesetzt. Rund 350 Millionen Euro flossen in den Aufbau und in die Erweiterung von Produktionslinien, in Forschung und Entwicklung, in Digitalisierung sowie in die Verbesserung der Infrastruktur. Im Juni 2020 hat die Serienproduktion der Gehäuse für alle neuen Elektro-Antriebe für Fahrzeuge wie den BMW iX3, BMW iX und BMW i4 im BMW Group Werk Steyr begonnen. Seitdem wird die Fertigungslinie stetig weiter ausgebaut, allein letztes Jahr um 25,7 Millionen Euro, um die geplante Kapazität von 460.000 Einheiten pro Jahr bis 2025 zu erreichen. Auch 2021 sind weitere Investitionen in diesem Bereich geplant.

Neue Montagelinie

Im September 2020 wurde ein wichtiger Meilenstein zur Erweiterung der Produktionskapazitäten gesetzt: Eine neue Motorenmontagelinie zur Produktion von hocheffizienten 4- und 6-Zylinder Benzinmotoren ging in Betrieb. Dafür hat die BMW Group in Summe rund 102 Millionen Euro am Standort Steyr investiert. Somit kann das Angebot an Ben-zinmotoren deutlich ausgebaut und auf die volatile Nachfrage am Markt reagiert werden. Eine weitere wichtige Zukunftsentscheidung hat die BMW Group im November 2020 verkündet, denn das Unternehmen verlagert den Münchner Motorenbau und bündelt seine europäische Fertigung für Verbrennungsmotoren bis spätestens 2024 an den Standorten Steyr und Hams Hall (Großbritannien).

„Mitten im Wandel“

„Wir befinden uns mitten im Wandel der Automobilbranche. Das BMW Group Werk Steyr steht exemplarisch dafür, wie dieser gelingen kann: Effizienzsteigerung bei klassischen Antrieben und ein nachhaltiger Ausbau der Elektromobilität“, sagt BMW-Steyr-Geschäftsführer Alexander Susanek. „Mit unseren flexiblen Prozessen, dem hohen Know-how und den richtigen Mitarbeitern sind wir am Standort Steyr gut aufgestellt, um diesen Wandel mitzugestalten. Unser Werk wird daher auch in Zukunft von maßgebender Bedeutung für die BMW Group sein.“

BMW-Motorenproduktion in Steyr, 2020 (in Klammer die Werte aus dem Jahr 2019)

Benziner: 602.967 (697.521) -14 %

Diesel: 393.669 (529.557) -26 %

Gesamt: 996.636 (1.227.078) -19%


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