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SIERNING. In der Tips-Wahlserie werfen wir diese Woche einen Blick auf die Ausgangssituation in der einwohnerreichsten Gemeinde in Steyr-Land.

 (Foto: Marktgemeinde Sierning)
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20 von 37 Mandaten werden in der Marktgemeinde Sierning von den Sozialdemokraten gehalten. Unter Langzeit-Bürgermeister Manfred Kalchmair bekam man bei der Wahl vor sechs Jahren 51,7 Prozent der Stimmen. Kalchmair geht im Herbst bekanntlich in Pension, die SPÖ geht mit der Listenbezeichnung „Richard Kerbl – Team Sierning“ ins Rennen. Der amtierende Vizebürgermeister tritt an, um die Mehrheit eindeutig zu halten. Kerbl nennt unter anderem den Bau eines neuen Abfallsammelzentrums als wichtiges Vorhaben. „Neue Betriebe anzusiedeln, die Wirtschaft zu stärken und damit Arbeitsplätze im Ort zu sichern stehen ebenfalls ganz oben auf unserer Prioritätenliste“, sagt der Spitzen- und Bürgermeisterkandidat der SPÖ. Kerbl lebt in einer Partnerschaft und ist Vater einer erwachsenen Tochter. Beruflich ist er als Logistikplaner tätig. Knapp 60 Prozent der Personen auf der 74-köpfigen SPÖ-Liste sind Neueinsteiger. Die Vergabe der Mandate wird an die Zahl der erreichten Vorzugsstimmen geknüpft. „Mir ist wichtig, dass jeder zukünftige Gemeinderat aus meinem Team über einen starken Rückhalt in der Bevölkerung verfügt“, erklärt Kerbl.

ÖVP setzt auf Moser

Erste Herausforderin um den Bürgermeister-Sessel ist ÖVP-Kandidatin Irene Moser. „Mir geht es um ein wertschätzendes Miteinander aller Fraktionen im Gemeinderat mit einem fairen Wettbewerb der besten Ideen, egal woher diese kommen“, sagt die 54-Jährige, die schon mehr als 20 Jahre in der Gemeindepolitik tätig ist. Seit sechs Jahren ist Moser Vizebürgermeisterin, beruflich ist sie Projektleiterin von „Kompass“, dem Kompetenzzentrum für Karenz und Karriere beim Land Oberösterreich. „Neue Wege beschreiten – Herausforderungen bewältigen, Chancen nutzen“, nennt Moser ihr Motto. Die ÖVP-Spitzenkandidatin ist seit 30 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und seit Mitte Mai eine Enkelin.

Schaupp an der Spitze

Die FPÖ setzt in Sierning am 26. September auf Landwirt Gabriel Schaupp als Spitzen- und Bürgermeisterkandidat. Der 56-Jährige ist ledig, im Gemeinderat ist er seit über 15 Jahren tätig. „Alleine schon berufsbedingt setze ich mich für die Beachtung der Natur ein. Mein Wahlziel mit der FPÖ Sierning ist eine faire und ehrliche Gemeindepolitik mit Maß und Ziel. In Sierning muss weiterhin leistbarer Wohnbau verwirklicht werden.“

Stimmenplus als Ziel

Beim erstmaligen Antreten in Sierning erreichten die Grünen im Jahr 2015 zwei Mandate. „Unser Ziel ist es, mit einem deutlichen Stimmenzuwachs zusätzliche Mandate zu gewinnen und damit die absolute Mehrheit der SPÖ zu beenden“, sagt Spitzenkandidat Martin Ettinger. Der 50-Jährige arbeitet als Key Account Manager für einen Wellpappeproduzenten, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Zur Bürgermeisterwahl tritt er nicht an. Die Anliegen der Grünen sind ein besseres Angebot für Radwege und Öffis, die Umsetzung des Ziels der Klimaneutralität bis 2040 auch innerhalb der Gemeinde sowie der Schutz der Böden vor weiterer Versiegelung.


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