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STEYR. Weil ihn seine Partei nur auf Listenplatz sechs gesetzt hat, startete Grünen-Stadtrat Reinhard Kaufmann einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf.

Reinhard Kaufmann (Foto: privat)
Reinhard Kaufmann (Foto: privat)

Den Gedanken, eine eigene Liste wie einst auf Bundesebene Peter Pilz zu gründen, hatte Reinhard Kaufmann nur kurz. „Meine Inhalte sind dieselben wie im Programm der Grünen“, erklärt der 66-jährige Jurist, der in den letzten sechs Jahren als Stadtrat für Umwelt und Mobilität zuständig war. Ein Rückzug aus der Politik war für ihn keine Option. „Ich sehe meine Kandidatur auch als Einladung, meine Arbeit aus den letzten sechs Jahren zu bewerten. Mir macht es Spaß, ich unterhalte mich gerne mit den Menschen und will weitermachen“, sagt Kaufmann. Als seine größten politischen Erfolge nennt er das Neuplanungsgebiet Ennsdorf, den neuen Übergang am Posthofberg und die Aktion 1.000 Bäume für Steyr.

Derzeit vier Mandate

Nicht zufrieden ist Kaufmann mit der Entwicklung des Stadtplatzes, er wünscht sich dort weniger Autos und auch die um drei Millionen Euro gesetzten Attraktivierungsmaßnahmen seien nur teilweise gelungen. „Da hätte man mehr herausholen können.“ Die Grünen halten derzeit im Stadtparlament vier Mandate. „Mir wäre es am liebsten, wenn wir sechs Mandate schaffen würden. Es gibt genügend Gründe, um Grün zu wählen“, betont Kaufmann. Dass er nicht auf einem vorderen Listenplatz aufscheint, sei eine Enttäuschung gewesen, der 66-Jährige richtet aber den Blick nach vorne und will bis zum Wahltag am 26. September viele Steyrer überzeugen, ihn mit einer Vorzugsstimme zu unterstützen. Bekommt er genügend davon und gibt es wieder vier Mandate für die Grünen, würde Kurt Prack aus dem Gemeinderat herausfallen.


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