Steyrerin zieht in den Nationalrat ein

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Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 30.11.2021 07:34 Uhr

STEYR. Die Region Steyr war zuletzt im Parlament in Wien nur noch durch Gerhard Deimek (FPÖ) und Johann Singer (ÖVP) vertreten. Seit November ist nun auch eine 36-Jährige für Neos Abgeordnete zum Nationalrat.

Markus Vogl saß über sieben Jahre für die SPÖ im Nationalrat, ehe er Anfang 2021 ausschied, um Steyrer Vizebürgermeister zu werden. Seit Herbst ist Vogl nun als Nachfolger von Gerald Hackl Stadtchef von Steyr. Stefan Kaineders Karriere im Nationalrat dauert nur etwas mehr als zwei Monate, er schied Anfang 2020 aus, um als Nachfolger von Rudi Anschober für die Grünen Landesrat in Oberösterreich zu werden. Diese Funktion hat der 36-Jährige aus Dietach nach wie vor inne.

Nachfolgerin von Eypeltauer

Weil Felix Eypeltauer in den Landtag einzog, wurde bei Neos ein Mandat im Nationalrat frei. Dieses ging an die aus Ternberg stammende Katharina Werner, die mittlerweile in Steyr zu Hause ist. In ihrer Antrittsrede betonte die 36-jährige Pädagogin, die in Zukunft Neos-Sprecherin für Konsumentenschutz und Tierschutz sein wird, wie wichtig ihr auch in diesen Funktionen das Thema Bildung sein wird. „Es ist unfassbar, dass in einem der reichsten Länder der Welt jeder oder jede fünfte Jugendliche nach neun Jahren Schule nicht sinnerfassend lesen kann. Dort müssen wir ansetzen, wenn wir es mit dem Konsumentenschutz ernst meinen“, sagt Werner. Sie hat bereits im Landtagswahlkampf in Steyr einen starken Fokus auf die Kinderbetreuungs- und Bildungssituation in der Region gelegt und forderte im Zuge dessen auch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag, sowie die Wiedereinführung der Gratis-Nachmittagsbetreuung.

 „Jammern hilft nichts“

Weitere Themen, die ihr wichtig sind, sind Klimaschutz, Transparenz und Unternehmertum. „Ich sehe es als meine Aufgabe speziell auch in Oberösterreich Kontakt zu innovativen Unternehmern und Landwirten zu suchen und sie vor den Vorhang zu holen und damit Lösungspotentiale aufzuzeigen. Jammern hilft nämlich nichts. Handeln ist gefragt. Gerade in Krisenzeiten“, meint Werner.

Öffis ausbauen

Für die Großregion Steyr fordert sie einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs: „Es muss möglich sein mit der Bahn jede halbe Stunde in 35 Minuten von Steyr nach Linz zu kommen und auch wieder zurück. Nur mit besseren Verbindungen schaffen wir es mehr Menschen davon zu überzeugen von der Straße auf die Schiene zu wechseln und die Umwelt zu entlasten. Wir dürfen uns als Region hier nicht abhängen lassen“, fordert Werner. Sie kritisiert damit die Pläne von Türkis-Grün, die im Budget keine Mittel für den Öffi-Ausbau in der Region vorsehen.

Mutter einer Tochter

Katharina Werner wurde am 23. Mai1985 in Steyr geboren und wuchs in Ternberg auf, wo sie die Volksschule besuchte. Nach dem Gymnasium in Steyr studierte sie an den Universitäten Wien und Zürich (Kommunikationswissenschaften & Politikwissenschaften). Im März 2016 wurde sie Mutter einer Tochter. „Sie hält mich seitdem ganz schön auf Trab“, sagt die 36-Jährige, die bis Herbst 2019 selbstständig als Unternehmensberaterin im Bereich Digitalisierung tätig war. Seit September 2018 ist sie Fellow bei „Teach for Austria“ und damit Lehrerin an einer Mittelschule in Steyr.

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