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GARSTEN/OÖ. In einer Umfrage von KeyQuest Marktforschung aus Garsten geben 83 Prozent der Bauern an, dass sie für die Direktvermarktung gute Chancen sehen. 2008 lag der Wert bei dieser Frage noch bei 58 Prozent Zustimmung.

 (Foto: Grafik: KeyQuest)
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Als Experte für Agrarmarktforschung führt KeyQuest seit 2008 regelmäßig Landwirte-Befragungen in Österreich durch. Dabei werden in mehrjährigem Abstand auch die Zukunftsaussichten verschiedener landwirtschaftlicher Betriebszweige erhoben. Speziell für die Direktvermarktung zeigt sich dabei ein kontinuierlicher Aufwärtstrend. Neben der positiven Zukunftseinschätzung wird der Trend zur Direktvermarktung auch durch den steigenden Anteil der Direktvermarkter bestätigt. Auch wenn der Anteil der Direktvermarkter seit 2016 von 27 auf aktuell 28 Prozent nur leicht zugelegt hat. Wesentlich stärker gestiegen ist allerdings der Anteil jener Betriebe, für die die Direktvermarktung eine große Bedeutung aufweist: und zwar von 13 im Jahr 2016 auf 17 Prozent im Jahr 2021. „Dass die Direktvermarktung wirtschaftlich für die landwirtschaftlichen Betriebe wichtiger wird, sehen wir als klares Indiz für die Professionalisierung dieser Sparte“, sagt Studienleiter Johannes Mayr.

Jung, gebildet, bio

Betrachtet man die Struktur der Direktvermarktungsbetriebe, so zeigt sich ein klarer Zusammenhang mit dem Alter der Betriebsführer. Junge Bauern setzen wesentlich häufiger auf Direktvermarktung als ältere. Außerdem lässt sich festhalten: Je besser die landwirtschaftliche Ausbildung und je jünger die Betriebsführer, desto größer ist die Bedeutung der Direktvermarktung für den Betrieb. Auch Betriebsführer von Bio-Betrieben setzen wesentlich häufiger auf Direktvermarktung als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. „Direktvermarktung bietet den Landwirten, die es verstehen, mit ihren Erzeugnissen auf die Kunden zuzugehen, einen Mehrwert durch höhere Wertschöpfung, aber auch höhere Wertschätzung“, ist Johannes Mayr überzeugt.


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