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REGION STEYR. Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild der Frau in der Landwirtschaft stark verändert. 35 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe werden in Oberösterreich gänzlich von Frauen geführt, 19 Prozent gemeinsam.

Von links: Bezirksbauernkammer-Obfrau Traudi Huemer aus Rohr, Landesbäuerin Johanna Haider und Bezirksbäuerin Regina Aspalter aus Maria Neustift (Foto: privat)

Die positive Entwicklung der bäuerlichen Familienbetriebe basiert fast immer auf einer fundierten Ausbildung. 60 Prozent der Bäuerinnen haben eine Lehre oder berufsbildende mittlere Schule abgeschlossen. Beinahe jede dritte Bäuerin absolvierte die Matura oder ein Studium.

Flexibilität gefordert

Frauen haben in der Landwirtschaft unter Beweis gestellt, dass sie flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und oft durch Zu- und Nebenerwerb – wie etwa Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof, Schule am Bauernhof, als Seminarbäuerinnen oder anderes mehr – zusätzliches Einkommen erwirtschaften und somit wesentlich zur finanziellen Absicherung des Betriebes beitragen. Neben all den unterschiedlichen Anforderungen des Betriebs und der Arbeit für Familie, Haushalt und Kinder sind Bäuerinnen immer öfter in der Gemeindepolitik und auch in Führungsgremien von Vereinen, Genossenschaften oder Aufsichtsräten aktiv. Frauen sind aber auch tragende Säulen des Ehrenamtes im ländlichen Raum.

Beliebter Beruf

Der Beruf der Landwirtin ist beliebt. Sieben von zehn Frauen würden ihren Beruf als Bäuerin erneut ergreifen. Sie sehen sich unter anderem als Vermittlerinnen zwischen den Leistungen der Landwirtschaft und den Konsumenten. Auch wenn vieles schon recht gut läuft – eine Stärkung der Frauen ist trotzdem Gebot der Stunde. „Wir brauchen nicht nur Blumen zum Weltfrauentag, sondern jeden Tag gelebte Frauenpolitik. Daher wird unsere Arbeit in diesem Bereich nie enden“, sagt Bezirksbäuerin Regina Aspalter.


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