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STEYR. „Wir müssen die politischen Mitbewerber zur Vernunft bringen“, sagt Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) zur geplanten Westspange.

Von links: Ruth Pohlhammer, Stefan Kaineder und die Grüne Mobilitätssprecherin Dagmar Engl (Foto: Grüne OÖ)

„Wertschöpfung und Wohlstand müssen wir anders organisieren. Sicher nicht mit neuen Straßen nach alten Konzepten. Die Denkmuster gehören geändert“, sagt der in Dietach lebende Umwelt-Landesrat. Die 4,1 Kilometer lange Steyrer Westspange wird vom Großteil der Steyrer Stadtpolitik (SPÖ, FPÖ, ÖVP) forciert, für Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) ist das Projekt ebenfalls auf Schiene. Spatenstich könnte 2025 oder 2026 sein. Die geplanten Kosten sind mittlerweile auf 55 Millionen Euro gestiegen. „Mit diesem Geld könnte man zum Beispiel einen zweigleisigen Bahnausbau in der Region finanzieren“, so Kaineder, der niemandem das Autofahren verbieten will. „Wir fordern keinen Rückbau von Straßen, das vorhandene Netz muss aber reichen.“

Wertvolle Böden

Befürworter argumentieren mit einer Entlastung für Steyrs Innenstadt. Gegner befürchten das Gegenteil – eine neue Transitlawine. „Die Westspange wird massiv Schwerverkehr anziehen. Außerdem soll auch die Ennser Straße vierspurig ausgebaut werden“, sagt Steyrs Grünen-Chefin Ruth Pohlhammer. Die wertvollen Ackerböden mit Straßen und Firmenansiedelungen zu verbauen, sei fatal. „Nicht zuletzt hat auch der schreckliche Krieg in der Ukrai­ne massive Auswirkungen auf unsere Ernährungssicherheit. Wir brauchen diese Böden. Die Wirtschaft will wachsen, aber das darf sie nicht permanent auf Kosten der Bevölkerung und der Umwelt“, so Pohlhammer.


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