In Steyr werden künftig 620.000 E-Motoren pro Jahr produziert

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Robert Hofer Tips Redaktion Robert Hofer, 20.06.2022 12:00 Uhr

STEYR. Vor versammelter Polit-Prominenz, angeführt von Bundeskanzler Karl Nehammer, präsentierte BMW am Montag seine Zukunftspläne für das Werk Steyr.

Der Spatenstich für das BMW Werk Steyr erfolgte am 21. Juni 1979 im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky (SPÖ). Es folgte eine über 40-jährige Erfolgsgeschichte, zuletzt wurden jährlich rund eine Million Benzin- und Diesel-Motoren produziert. Weil der „Verbrenner“ als Auslaufmodell gilt, begannen vor eineinhalb Jahren Gespräche über die Zukunft des Motorenwerkes in Steyr. Zunächst zwischen Werksleiter Alexander Susanek und der Landersregierung, schnell war auch die Bundesregierung in Verhandlungen involviert. „Wir haben uns eingebracht, damit diese wichtige Zukunftsentscheidung im BMW-Verbund für Steyr fällt“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bei der Präsentation der BMW-Zukunftspläne am Montag. „Es ist heute ein Freudentag für die Geschichtsbücher Oberösterreichs und ein großer, wuchtiger Schritt in die Zukunft“, so Stelzer.

60.000 m² zusätzliche Fläche

BMW wird seine Produktionsflächen am Standort in Steyr um 60.000 m² erweitern, ein neues Gebäude und etliche Zubauten errichten. „Wir werden bis 2030 rund eine Milliarde Euro investieren und Im Endausbau jährlich 620.000 E-Motoren produzieren“, erklärt Werksleiter Susanek. Anlaufen wird die Produktion von E-Antrieben im Jahr 2025. Die Mitarbeiterzahl, die derzeit bei 4.400 liegt, soll gleich bleiben. Das BMW-Team setzt sich hohe Ziel. „Wir werden riesige Sprünge bei Leistung und Effizienz machen“, verspricht Entwicklungsleiter Josef Honeder. In seinem Team sind 700 Spezialisten, bis 2030 werden sich 90 Prozent davon mit der Sparte E-Antrieb beschäftigen. Im gesamten Werk sollen in acht Jahren etwa die Hälfte der Mitarbeiter im E-Bereich tätig sein.

Bereitschaft zu investieren

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) versprühte in Zeiten von multiplen Krisen (Pandemie, Krieg in Europa, Klimawandel) Optimismus. „In unsicheren Zeiten braucht es Perspektive und die Bereitschaft zu investieren.“ Deshalb mache die Politik ihre Hausaufgaben und helfe mit, gemeinsam mit BMW den Standort zu sichern. Auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) war vor Ort. „In Steyr vereinigen sich Tradition, Know-How und Zukunftsperspektive. Davon profitiert der ganze Wirtschaftsstandort Österreich, die Mitarbeiter und auch das Klima.“

Neue Ära startet

Am Entwicklungsstandort Steyr wurde der Dieselmotor revolutioniert und immer weiter optimiert. Nun soll sich die Erfolgsgeschichte für den E-Antrieb wiederholen. „Mit diesem Schritt markieren wir den Beginn einer neuen Ära für diese Standort und können hier attraktive Arbeitsplätze sichern“, betont BMW-Vorstand Milan Nedeljkovic.

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