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WEYER. Seit 1949 wird in der Ennstalgemeinde diskutiert, wie das Ortszentrum entlastet werden kann. Über 70 Jahre später fand der Spatenstich für die Umfahrung Weyer statt, Herzstück davon ist eine Tunnel-Lösung.

  1 / 2   Von links: Habau-Geschäftsführer Hubert Wetschnig, Bürgermeister Gerhard Klaffner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (Foto: Land OÖ/Kauder)

„In vielen Sitzungen konnte über Parteigrenzen hinweg eine eindeutige Entscheidung im Gemeinderat für die mit dem Land Oberösterreich ausgearbeitete Variante getroffen werden. Alle Fraktionen tragen diese Entscheidung mit. Viel Arbeit wartet auf uns alle. Nun gilt es, den vom Verkehr beruhigten Ortsteil zu beleben. Es lohnt sich, in die Liegenschaften zu investieren. Durch die ortsnahe Umfahrung bleibt Weyer weiter ein Zentrum im südöstlichsten Teil Oberösterreichs. Unsere Marktgemeinde gewinnt sicher an zusätzlicher Lebensqualität, weniger Lärm und mehr Sicherheit im Ortszentrum!“, freut sich Bürgermeister Gerhard Klaffner (SPÖ).

Mindestens 50 Millionen Euro

Zum Spatenstich der Umfahrung waren auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (beide FPÖ) gekommen. „Das Warten hat ein Ende. Zur Entlastung der Weyrer im Ortszentrum wird künftig ein Weg an Weyer vorbeiführen. Das bedeutet mehr Lebensqualität, weniger Lärm und Abgasbelastung sowie einen sicheren Verkehrsablauf für Fußgänger als auch für den motorisierten Verkehr“, sagt Steinkellner. Die Bauarbeiten haben am 20. Juni begonnen und sollen im Herbst 2025 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten von 50 Millionen Euro wurden vom Landtag vor einem Jahr genehmigt. Da derzeit im Bauwesen extreme Preissteigerungen stattfinden, werden die Kosten quartalsmäßig evaluiert.

Zwei Tunnel werden gebaut

Herzstück der Umfahrung ist eine Kurz- und Lang-Tunnellösung. In Fahrtrichtung Gaflenz/Waidhofen wird die B121 künftig beim Innerberger Stadel nach rechts abschwenken. Beim Dienstleistungszentrum durchsticht die neue Trasse mit einem 65 Meter langen Tunnel den Kirchberg, bei der Kreuzung mit der Hollensteinerstraße entsteht ein Kreisverkehr. Dann folgt ein 612 Meter langer Tunnel, der zwischen der ehemaligen A1-Tankstelle und dem Uni-Markt endet. Dort wird die neue Straße mittels eines weiteren Kreisverkehres in die bestehende B121 einmünden.

Geld aus Oberösterreich-Plan

Für die Finanzierung der Umfahrung Weyer fließt auch Geld aus dem im Juni 2020 beschlossenen Oberösterreich-Plan. „Als Land setzen wir auf eine effiziente und gut ausgebaute Infrastruktur – insbesondere im ländlichen Raum. Das ist nicht nur für eine gut funktionierende Wirtschaft und damit für Arbeitsplätze wichtig, sondern auch ganz entscheidend für die Lebensqualität der Landsleute. Im Rahmen des „Oberösterreich-Plans“ investieren wir gerade in unsicheren Krisenzeiten zusätzlich in den Ausbau der Mobilität und setzen notwendige Infrastrukturprojekte, wie die lang ersehnte Umfahrung Weyer, konsequent um“, betont Landeshauptmann Stelzer.


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