50 Millionen Euro für Glasfaser-Ausbau
STEYR. Geht es nach dem Unternehmen Lilaconnect, soll Steyr zur ersten Gigabit-City Österreichs werden.

In einer groß angelegten Pressekonferenz mit Staatssekretär Florian Tursky präsentierte das Unternehmen seine ehrgeizigen Pläne. In den nächsten drei bis vier Jahren will man 8.000 Gebäude mit insgesamt 24.500 Anschlüssen mit der modernsten Glasfaser-Technologie versorgen. Vier Technikzentralen sind geplant, deshalb wird das Stadtgebiet auch in vier Zonen eingeteilt. Gestartet wird im Norden, weil das Unternehmen bereits in Dietach und Wolfern tätig ist. „Wenn sich 30 Prozent der angeschriebenen Haushalte während der Marktabfrage vor Ort für einen Vertrag entscheiden, kann der Ausbau sofort bis ins Haus oder die Wohnung beginnen“, sagt Lilaconnect-Geschäftsführer Bernhard Hofer. Bis Jahresende entfällt die Anschlussgebühr, welche für Einfamilienhäuser 2.100 Euro beträgt.
200 Kilometer Leitungen
Das Investitionsvolumen für Steyr beträgt 50 Millionen Euro, 200 Kilometer Leitungen sollen verlegt werden, drei Flußquerungen sind geplant. Dass es im Stadtgebiet auch künftig etliche Fernwärme-Baustellen gibt, ist für den Glasfaserausbau von Vorteil. „Dennoch wird es von der Bevölkerung viel Verständnis für die Baustellen brauchen“, sagt die für Digitalisierung zuständige Stadträtin Judith Ringer (ÖVP). Der Ausbau würde allerdings einen nachhaltigen Mehrwert bringen. „Familien und Unternehmen ist eine schnelle Internetverbindung zunehmend eine Standortfrage. Glasfaseranschlüsse sind heute ein wichtiges Kriterium bei der Vermietung oder dem Kauf von Immobilien. Ein Glasfaser-Anschluss gehört für Viele zur Grundversorgung wie Strom, Gas- und Wassernetze“, so Ringer.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden