Mehr Frauen in Führungspositionen
STEYR. Barbara Bichler wurde bei der ÖGB-Regionalfrauenkonferenz als Vorsitzende bestätigt. Sie fordert, dass Frauen auf die Überholspur müssen.

Mehr Frauen in Führungspositionen und eine Aufwertung von Branchen, in denen besonders viele Frauen arbeiten sowie kürzere und besser planbare Arbeitszeiten braucht es, um die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt aufzulösen. „Wenn wir Gleichberechtigung im Erwerbsleben erreichen wollen, müssen die Frauen auf die Überholspur“, sagt ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Barbara Bichler.
Mehr vom Leben für alle
Bichler fordert, Frauen in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu rücken. „Sonst wird sich nie etwas ändern. Frauen waren insbesondere von der Corona-Krise betroffen. Viele waren in systemrelevanten Berufen enorm gefordert, andere hatten massive Probleme am Arbeitsplatz mit Kurzarbeit, Maskenpflicht, etc, dazu kam, dass sie sich vermehrt um die Betreuung der Kinder und schulische Belange kümmern.“
Bessere Bezahlung
Eine Balance bei der Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit sei auch ein Beitrag zu besseren Karrierechancen für Frauen. „Entscheidend für die Gleichberechtigung im Job ist aber auch die Bezahlung. Solange Arbeit in typischen Frauenberufen schlechter bewertet und bezahlt wird, ändert sich nichts an den klassischen Rollenklischees. Wir wollen eine echte Aufwertung anstelle von Lippenbekenntnissen. Gerade die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie unentbehrlich Elementarpädagoginnen, Pflegerinnen und Verkäuferinnen sind“, sagt Bichler.
Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen
Ein großes Anliegen ist den ÖGB-Frauen der Kampf gegen Gewalt – sei es am Arbeitsplatz oder im Privatleben. „Bei Gewalt gegen Frauen darf es null Toleranz geben. Alle sind gefordert, hinzuschauen und einzuschreiten, wenn eine Frau am Arbeitsplatz belästigt, beleidigt oder gar bedroht wird. Jegliches Vorkommen von Gewalt, auch verbaler Gewalt, muss Vorgesetzen oder dem Betriebsrat gemeldet werden, um eine Eskalation frühzeitig zu vermeiden und Opfer zu schützen“, fordert Bichler Zivilcourage ein.


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