Haidershofen freut sich über gute Finanzsituation
HAIDERSHOFEN. Besser als erwartet lief für die Gemeinde Haidershofen das Haushaltsjahr 2022.

2022 startete für die Gemeinden mit vielen Ungewissheiten. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die Weltwirtschaft und die damit einhergehenden Teuerungen haben auch die Gemeindehaushalte getroffen. In Haidershofen wurde der Rechnungsabschluss für das Finanzjahr 2022 vorgelegt und im Gemeinderat beschlossen.
„Mein Vorgänger, Altbürgermeister Manfred Schimpl, hat sehr gut gewirtschaftet. Seit Juni konnte ich ihn dabei als Gemeindebediensteter unterstützen. Das Nettoergebnis der Gemeinde konnte trotz Investition gesteigert werden. 2022 beläuft es sich auf 1,043 Millionen Euro und damit hat es sich zum Vergleich zum Vorjahr 2021 in etwa verdoppelt“, erklärt Bürgermeister Michael Strasser (ÖVP).
Nötige Mehreinnahmen
Neben der Steigerung der Ertragsanteile auf rund 3,8 Millionen Euro konnten vor allem mehr Bedarfszuweisungen und auch mehr Aufschließungsabgaben in der Höhe von 445.000 Euro eingenommen werden, die das Budget der Gemeinde gestärkt haben. „Diese Mehreinnahmen waren aber auch notwendig, da wir 2022 bereits große Investitionen getätigt haben. Ein großer Brocken war der Neubau des Kindergartens in Haidershofen, der sich mit rund 1,4 Millionen Euro im Rechnungsjahr 2022 niedergeschlagen hat. Mit rund 640.000 Euro konnte auch das Projekt Neubau des Sportplatzes 2022 abgeschlossen werden. Für den Straßenbau konnten zusätzliche Mittel vom Land Niederösterreich lukriert werden und somit wurden rund 250.000 Euro in den Straßenbau und rund 190.000 Euro in den Güterwegebau investiert“, so Strasser.
Mit einer aktuellen Po-Kopf-Verschuldung von 1.413 Euro hat sich der Schuldenstand pro Einwohner 2022 um 96 Euro erhöht. „Als Gemeinde müssen wir stetig investieren. In den vergangenen Jahren haben wir bereits sehr viele Projekte umgesetzt. Daher ist es klar, dass auch unser Schuldenstand steigt. Dennoch steht die Gemeinde aktuell gut da“, betont der Bürgermeister. „Laut Berechnungen unseres Prüfungsausschussobmannes Josef Rinner über das Zentrum für Verwaltungsforschung bekommt die Gemeinde Haidershofen 77,5 von 100 Bonitätspunkte und damit die Note ‚sehr gut‘ für das Haushaltsjahr 2022. Das ist ein Spitzenwert.“
Noch ein Großprojekt
Mit einem Haushaltspotenzial von rund 345.000 Euro werde ein guter Polster für das Jahr 2023 mitgenommen. „Jetzt gilt es 2023 das große Projekt Nahversorger Dorf an der Enns abzuschließen, um dann den Fokus wieder auf kleinere Projekte zu legen“, sagt Strasser.


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