9,1 Millionen Euro Passiva - Hochrieser ist zahlungsunfähig
NEUZEUG. Wie der Österreichischen Verband Creditreform berichtet, wurde über das Vermögen des 2009 gegründeten Unternehmens Hochrieser am Mittwoch am Landesgericht Steyr das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Im Stammhaus in Neuezug und den beiden Zweigniederlassungen in Bruck an der Leitha (NÖ) und Knittelfeld (Steiermark) beschäftigt sich das Unternehmen mit Bodenleger- und Estricharbeiten, Turnhallenerrichtung und Akustikbau.
„Die Insolvenzursachen liegen einerseits darin, dass aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein für die Errichtung eines Schauraumes die Aufstockung des Kreditrahmens nicht gewährt wurde, sowie darin, dass die Schuldnerin als Subunternehmen für Baufirmen im Bereich Estricharbeiten tätig war und einige dieser Firmen unter dem Vorwand von Gewährleistungsmängeln die Zahlung verweigerten, was zur Zahlungsunfähigkeit der Schuldnerin führte“, erklärt Stefan Weber von Creditreform.
Über 200 Gläubiger
Es sind 63 Dienstnehmer und über 200 Gläubiger betroffen. Die Aktiva betragen 272.000 Euro, dem stehen Passiva von rund 9,1 Millionen Euro gegenüber. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren angeboten. Das Unternehmen soll fortgeführt werden.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Norbert Mooseder und als Stellvertreter Rechtsanwalt Christopher Schuster bestellt.
Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 13. Juni 2023 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 27. Juni, die Abstimmung über den Sanierungsplan am 11. Juli statt.


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