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Online Redaktion, 02.02.2024 14:01

STEYR. Roland Mayr ist überzeugt, dass die geplante Westspange den Transitverkehr nach Steyr bringen wird. Warum, erklärt er in seinem Leserbrief.

Die Westspange soll bei der Bauhaus-Kreuzung starten und dann über 4,1 Kilometer an den Westrand der Stadt führen (BMD; Sierninger Straße). (Foto: Tips)

Am 27. Jänner wurde im Landhaus in Linz mit großem Trara die Einigung zwischen Land OÖ und Stadt Steyr bezüglich des Baues der Westspange verkündet. Leider wurde dabei auf einen wichtiger Punkt „vergessen“, der maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Verkehrsentwicklung in Steyr haben wird.

Anfang 2026 wird in Tschechien die Autobahn bis zur Grenze mit Oberösterreich, also bis Wullowitz, fertig gestellt sein. Auf oberösterreichischer Seite wird ein weiteres Teilstück der S10, die Umfahrung Rainbach, bis zum Jahr 2027 von der Asfinag errichtet.

Mit der Fertigstellung dieser zwei Autobahnen/Schnellstraßen eröffnet sich somit für den europäischen Transitverkehr eine neue Nord-Süd-Transitroute, mitten durch Linz, als Bypass aber auch mitten durch Steyr. Diese neue Transitroute wird den Schwerverkehr nördlich von Österreich neu ordnen und ihn direkt nach OÖ führen.

Dazu sagte Landesrat Steinkellner (FPÖ) im Originalton:

 “Da er 130 Kilometer spart, wird der Transit-Lkw von Berlin, Dresden, Prag über die S10 und Linz zur Adria fahren und nicht über Suben und die Innkreisautobahn.“ (Kurier, 3. April 2022)

Und weiters sagte er: „Sobald die tschechischen Autobahnen fertig sind, werden die Lkw kommen. Egal, ob wir wollen oder nicht.“ (OÖN, 26. Mai 2021)

Dieser zusätzliche Schwerverkehr wird zum endgültigen Verkehrskollaps auf der A7 durch Linz und auf der A1 bei Ansfelden führen. Darum wird derzeit als Bypass für die A1 bei Ansfelden die Ausweichroute über die B309 und durchs Steyrtal in „Salamitaktik“ ausgebaut. Zu dieser Ausweichroute gehört auch die Steyrer Westspange.

Die bei der Pressekonferenz in Linz veröffentlichten Verkehrsberechnungen bezüglich der Westspange haben diesen zusätzlichen Transitverkehr ab 2027 aber nicht berücksichtigt. Bewusst oder unbewusst ist eigentlich egal, die Konsequenzen werden die Bürger der die Stadt Steyr tragen müssen, den massiven zusätzlichen Nord-Süd-Transitverkehr über die Westspange.

Erschreckend für mich ist die Naivität der Steyrer Politiker, die wirklich glauben, dass das Land OÖ die Westspange der Stadt Steyr zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs quasi „schenkt“.

Liebe Steyrer Stadtpolitiker: Nehmt einfach mal eine Landkarte zur Hand, die über die Stadtgrenze von Steyr hinausgeht, und blickt mal über den Steyrer Tellerrand hinaus nach Norden, da wo die neue Autobahn in Tschechien im Entstehen ist.

Eurer Freude über die Einigung bezüglich Westspange wird rasch Ernüchterung folgen!

von Roland Mayr, Steyr 


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Christine D.
Christine D.
08.02.2024 10:42

Naivität

Wer glaubt, dass der Taborknoten entlastet wird, irrt auch. Die LKW, die ins Ennstal wollen, werden nicht über die Westspange fahren! Es ist auch schon von einer Südspange über Garsten und Christkindl ins Ennstal die Rede gewesen! Erleichterung brächte eine Temporeduzierung auf 30 kmh.

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08.02.2024 10:35

Naivität der Steyrer Politiker

Ich denke nicht, dass die Steyrer Politiker nur naiv sind. Sie haben noch dazu weder Haus- und Sachverstand! Sie sind wirklich überzeugt, dass sie durch den Bau dieser Monsterstraße den Ort für Firmen attraktiver machen werden! Die Frächter wollen die Straße aber nicht, um den Wirtschaftsort Steyr aufzuwerten, sondern fahren an Steyr vorbei und freuen sich über ihre Macht über die Politik!

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03.02.2024 20:47

Hauptsache ist aber, ...

dass endlich der Taborknoten vom LKW-Verkehr entlastet wird.