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STEYR. Der Garstner Dieter Wallentin sieht mit dem Bau der Westspange eine massive Belastung auf die Steyrer Bürger zukommen.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

„An 33 von 35 Zählpunkten Rückgang des Verkehrs in der Region Steyr! Dennoch entschließen sich das Land Oberösterreich und die Stadt Steyr ein Megastraßenprojekt um 70 Millionen Euro inmitten des Stadtgebietes durchzusetzen.

Am 26. Jänner 2024 bekam die Öffentlichkeit eine denkwürdige Pressekonferenz mit Mitgliedern der Landesregierung und Steyrer Stadtregierung präsentiert. Basis dieser Show war eine sogenannte verkehrliche Analyse und Prognose zum Thema Steyrer Westspange durch das Grazer Büro verkehrplus. Vollmundig versprachen die Landes- und Stadtpolitiker eine Verkehrsentlastung für die Stadt. Doch ein wichtiger Punkt wird nicht erwähnt. Nämlich die Prognose des beauftragten Verkehrsbüros. Diese Zahlen wurden lange unter Verschluss gehalten. Wir ahnen jetzt warum.

Laut dieser Prognose käme es nun beim Bau der Westspange zu einer massiven Steigerung des Verkehrs an der nördlichen Ennserstraße von 23.080 auf 33.360 Fahrzeuge pro Tag. Das entspricht einer Zunahme von 45 Prozent! Die einzige Erklärung ist, dass der Bau der Westspange Verkehr anzieht (wer Straßen sät, erntet Verkehr). Verkehr, den es jetzt noch nicht gibt - Transitverkehr, LKW-Schwerverkehr. 

Wer in Salzburg oder Tirol unterwegs ist, weiß, was das zum Teil auch für die Nebenstraßen bedeutet. Stickoxide, Feinstaub und Lärm beim Krankenhaus, in der Gründbergsiedlung, entlang der Feldstraße, in Gleink, bei Westwind auch am Resthof und in der Seifentruhe. Somit hatte Herr Landesrat Steinkellner absolut recht, wenn er meint: „Das sind gewaltige Zahlen, die hier herauskommen“. Was er nicht dazu sagt ist, dass diese Zahlen die Bewohner Steyrs nicht entlasten, sondern massiv belasten werden.

von Dieter Wallentin, Garsten


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