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STEYR. In der kommende Legislaturperiode (bis 2033) soll die West-Umfahrung von Steyr gebaut werden. Darauf haben sich Stadt und Land geeinigt. Die Grünen kämpfen nach wie vor gegen das rund 70 Millionen Euro teure Projekt.

Von links: Kurt Prack, Stefan Kaineder, Dagmar Engl und Ruth Pohlhammer (Foto: Grüne OÖ)
Von links: Kurt Prack, Stefan Kaineder, Dagmar Engl und Ruth Pohlhammer (Foto: Grüne OÖ)

„Früher hat man einfach dicke Straßen in die Landschaft gezogen. Man hat geplant und gebaut, ohne über weitere wesentliche Dinge nachzudenken. Diese Zeiten sind längst vorbei und altes Denken und Handeln überholt“, sagt Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Steyr. „“Nicht nur wir Grüne, sondern viele Menschen hier in Steyr sehen diese Umfahrung nicht vereinbar mit den großen Herausforderungen unserer Zeit. Daher gehört die Westspange auf einen extra breiten Prüfstand“.

Die Grünen fordern einen breitgefassten Klimacheck des Projekts Steyrer Westspange. Als Modell gilt dafür die Evaluierung der Asfinag-Straßenbauvorhaben durch das Klimaschutzministerium der Grünen Ministerin Gewessler aus dem Jahr 2021. Im Zuge dessen wurden alle geplanten Straßen-Neubauprojekte und Kapazitätserweiterungsprojekte individuell auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft.

Einbezogen waren Experten des Ministeriums, der Asfinag sowie externe Wissenschafter des Umweltbundesamtes. Neben bekannten Kriterien wie Verkehrssicherheit, der Verkehrsplanung sowie wirtschaftlichen und regionalen Bedürfnissen standen dabei erstmals auch der Schutz von Klima und Umwelt sowie die Eindämmung des Bodenverbrauchs im Zentrum.

„Wir haben eine Fülle an Argumenten gehört. Von Notwendigkeiten, Verbesserungen und Entlastungen, die in Wahrheit keine sind, aber dafür andere Menschen belasten“, sagt die Steyrs Grünen-Chefin Ruth Pohlhammer. „Festgefahren in altem Denken ist man von offizieller Seite niemals auf die Ideen gekommen, das zu untersuchen, was in unserer Zeit das eigentlich Wichtigste ist. Das genau zu prüfen, was eigentlich die angestrebte Klimaneutralität der Stadt aus- und möglich macht. Zu prüfen, was diese Umfahrung für die so fruchtbaren Ackerböden dieses Gebiets bedeutet, die wir für unsere Ernährungssicherheit brauchen. Das muss jetzt nachgeholt werden und klarerweise in die Gesamtbetrachtung einfließen.“

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