STEYR. „Es tut sich was in Steyr, die Leute sind wieder stolz auf die Stadt“, sagt SPÖ-Bürgermeister Markus Vogl, der optimistisch ins neue Jahr blickt.
In der Innenstadt herrscht Aufbruchstimmung, die Projekte im Siebensternehaus inklusive neuem Nahversorger oder das „Flair“ in der Enge sind positive Signale für den Handel in der Altstadt. „Es braucht immer Leute, die vorangehen“, sagt Bürgermeister Vogl. Neue Projekte stehen in den Startlöchern, am Stadtplatz wird ein Sportartikel-Händler eröffnen (ehemaliges Heimatwerk; neben dem Rathaus), am Grünmarkt ein Blumengeschäft.
Alles auf Schiene beim Bahnhof
Endlich startet heuer auch die Neugestaltung am Steyrer Bahnhof. Die Details wird die Stadt gemeinsam mit den ÖBB noch präsentieren. Fix ist, dass der Lift von den ÖBB neu errichtet wird. Im Endausbau wird es einen kleinen Park, eine öffentliche Toilette sowie eine Bike&Ride-Anlage am Bahnhof geben.
Die neuen Grünflächen beim Paddlerhaus inklusive Sitzstufen wurden im Vorjahr bereits gut frequentiert. Derzeit wird das Paddlerhaus von einem privaten Konsortium aufwändig saniert, um dort künftig eine Gastronomie beherbergen zu können.
Attraktiver soll künftig auch der Platz vor dem Museum Arbeitswelt werden. Er wird teilweise entsiegelt und neu gestaltet. Highlight des Projektes der Steyrer Rotarier wird ein Zugang zum Wasser des Steyr-Flusses, was dem Platz völlig neue Nutzungsmöglichkeiten bringt. Die Stadt öffnet sich damit einmal mehr zum Wasser.
Wieder mehr Wohnbau
In Sachen neuer Wohnraum herrschte zuletzt Flaute in Steyr, diese sei laut Bürgermeister Vogl nun aber vorbei. Die GWG plant Reihenhäuser auf der Ennsleite und wird auch das schon länger geplante Projekt in der Gartenbauersiedlung jetzt umsetzen. Am Tabor werden heuer neue Wohnungen übergeben, zudem könnte Ende des Jahres der Spatenstich für ein Großprojekt gegenüber des Einkaufszentrums Hey! erfolgen.
Trotz engem finanziellem Spielraum will die Stadt auch den Ausbau von Radwegen weiter vorantreiben. Das gilt auch für gemeindeübergreifende Projekte wie einen Geh- und Radweg ins Ramingtal.
Strom aus Wasserkraft
Viel Geld will man in Steyr für kleine Wasserkraftwerke bei der Anna- und der Spitalmühlwehr investieren. Stadtchef Vogl rechnet mit einem Investitionsvolumen von 10 bis 15 Millionen Euro für beide Projekte.
Die Planungen dafür sind umfangreich, Themen wie Hochwasserschutz oder Fischaufstieg müssen berücksichtigt werden. Außerdem ist die Dauer verschiedener Verfahren schwer abschätzbar. Mit der gewonnenen Energie aus der Steyr will die Stadt künftig unter anderem die E-Busflotte betreiben.
Veranstaltungen im Zentrum
Musikfestival, Theater am Fluss oder die Literaturtage sind Fixpunkte im Steyrer Kulturleben. Das Stadtfest steigt wie immer am letzten Juni-Wochenende und auch die Tour of Austria wird im Sommer wieder in Steyr Station machen. Heuer wird an einem Samstag eine Etappe mit Start und Ziel am Stadtplatz ausgetragen.
Mit dem Ö3-Weihnachtswunder steigt heuer Ende des Jahres eine fünftägige Großveranstaltung in Steyr. „Das ist eine riesige Chance für uns, wir rechnen mit großen Besucherströmen“, so Vogl.
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