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STRENGBERG. Im Verein Arbeitskreis Noah fand in der vorigen Woche ein Training für Sozialarbeiter statt, an dem 24 Teilnehmer aus 13 Staaten aus der Europäischen Union vertreten waren.

  1 / 9   24 Teilnehmer aus 13 Staaten der Europäischen Union waren bei dem siebentägigen Kurs vertreten. Foto: Verena Maierhofer

Der gemeinnützige Verein „Arbeitskreis Noah“ betreut Kinder und Jugendliche überwiegend für die Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Der restaurierte Bauernhof in Strengberg dient dazu als Ferien-, Auszeit- und Arbeitstrainingshaus für diese Kinder und Jugendlichen. Vorübergehend wird der Hof mit Matratzenlager, Mehrbettzimmern und Küche auch an andere Wohngemeinschaften vergeben.

In der Vorwoche fand nun ein Training für Jugendarbeit am Hof statt, das im Rahmen des Erasmus plus-Programmes der Europäischen Union gefördert wird. Für den einzelnen Teilnehmer fiel deshalb nur ein symbolischer Beitrag von 50 Euro an. Alle übrigen Kosten werden vom EU-Bildungs-Programm Erasmus plus übernommen.

Die Sozialpädagogen Michael Scheuchenegger und Marcus Vrecer vom Arbeitskreis Noah haben diesen siebentägigen Kurs organisiert, in dem die Teilnehmer Kompetenzen in der Jugendarbeit erwerben sollen. Carmen Marcu aus Rumänien, die die Organisation des Workshops unterstützt, erklärt, dass in diesen sieben Tagen Modelle für spätere Workshops mit Jugendlichen entworfen werden. Diese Modelle werden dann von den Teilnehmern im praktischen Umfeld erprobt. Abschließend gibt es eine Rückmeldung von den Teilnehmern und den Trainern des Trainings. Eine besondere Herausforderung liege darin, dass die meisten Tätigkeiten „Outdoor“, also im Freien stattfinden.

Workshop“Staatsbürgerschaft“

Einer dieser fünf Workshops im Rahmen des Trainings beschäftigte sich mit dem Thema Staatsbürgerschaft. Die Problemkreise Rauchen, Gesundheit, Bürgertum und Administration wurden auch von den Teilnehmern sehr kontrovers behandelt. Weitere Themen waren die Arbeit mit Blinden, da die Trainings auch Inklusionsarbeit enthalten, das „Finden des inneren Kindes“ oder die Prävention von Burn out. Abgeschlossen wird das Training mit dem Zertifikat „Youth pass“.

Der Trainingsort und die Umgebung von Strengberg eignen sich perfekt für diese Workshops. Dadurch, dass sehr viele Kursteile im Freien abgehalten werden könnten, entstünden bei den Kursteilnehmern andere Perspektiven, erklärt Marcu. „Drei Tage lang haben die Teilnehmer die Workshops entwickelt, die sie jetzt selbst austesten“, erklärt Organisator Michael Scheuchenegger. Seit etwa zwei Jahren organisiert er diese Art von Kursen im Arbeitskreis Noah. Aus dieser Tätigkeit ist eine enge Vernetzung mit Partnerorganisationen in ganz Europa hervorgegangen. Die 24 Teilnehmer kommen diesmal aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Malta, Österreich, Polen, Rumänien und der Slowakei.

Geschäftsführer Herbert Siegrist sieht sich als Pionier in der Jugendpädagogik, als er vor 35 Jahren mit dem Segelschiff „Noah“ Jugendtherapie begann. Heute sieht er diesen Pioniergeist fortgeführt, wenn sich am Hof Jugendpädagogen aus ganz Europa einfinden, um sich für die Zukunft zu rüsten.


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