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Suben/Ried. Ein nicht gewährter Ausgang ließ einen 28-jährigen Häftling in der Justizanstalt Suben ausrasten. Im Gespräch mit einem Psychologen soll er diesem gedroht haben, wenn er keinen Ausgang bekäme, würde er zum Serienmörder werden und gleich einmal beim Justizwachebeamten anfangen.

Weil er keinen Ausgang bekam, bedrohte ein Häftling seinen Psychologen.
Weil er keinen Ausgang bekam, bedrohte ein Häftling seinen Psychologen.

„Mir wurde versprochen, wenn ich eine Therapie mache, bekomme ich Ausgang. Ich habe seit zweieinhalb Jahren meine Familie nicht mehr gesehen. Mein Vater ist schwer krank. Sie können mich nicht besuchen kommen. Ich war einfach traurig, dass ich sie nicht besuchen kann“, schildert der Angeklagte. Er habe nicht damit gerechnet, dass der Psychologe den Inhalt des Gesprächs weitergibt. „Ich bin bei Selbst- oder Fremdgefährdung zur Meldung verpflichtet“, erklärt der Psychologe im Zeugenstand. „Wenn mit seinem Vater wirklich etwas passiert wäre, bevor er ihn noch mal gesehen hätte, hätte ich meine Kollegen ins offene Messer laufen lassen“, so der Zeuge weiter. „Statt es weiterzugeben, hätte er wohl erwartet, dass Sie ihn trösten“, meint die Staatsanwältin. „Er machte nicht den Eindruck getröstet werden zu wollen. Er war ziemlich aufgebracht. Habe mich in diesem Moment gefürchtet“, erklärt der Mann. „Solche Sachen in einer Justizanstalt zu sagen ist nicht gescheit. Da sitzen Sie gleich mal ein Jahr länger.“ „Das Häfen ist kein Urlaub“, ergänzt sein Verteidiger. Von einer zusätzlichen Haftstrafe sah die Richterin jedoch ab. Der Mann wurde freigesprochen.


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