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Suben. Im Jahr 1856 als „Weiberstrafanstalt“ gegründet, gilt die Justizanstalt Suben heute als einer der größten Arbeitgeber der Region. Auf 30.000 Quadratmetern betreuen 101 Bedienstete die Insassen auf 292 Haftplätzen, die aus insgesamt 40 Nationen stammen. Die Junge Wirtschaft Schärding blickte kürzlich hinter die Kulissen des Subener Gefängnisses.

  1 / 2   Der Einladung der Jungen Wirtschaft, die Justizanstalt Suben zu besuchen, folgten zahlreiche Interessierte.
Betrug, Gewalt, Suchtgift-, oder Sexualdelikte – in der Justizanstalt Suben sind Menschen inhaftiert, die eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten bis zehn Jahren ausgefasst haben. Nur selten aber doch sind Mörder in Suben inhaftiert. Trotzdem sei es, laut Justiz-anstaltsleiter Gerd Katzelberger, kein Hochsicherheitstrakt: „Ausbrüche kommen nur sehr selten vor. Und auch dann ist das Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung durch geflohene Straftäter denkbar gering. Menschen, die bei uns sind, sind für die Allgemeinheit nicht gefährlich.“ Barrierefrei für Senioren Einzigartig in Oberösterreich ist der barrierefreie Seniorenvollzug im Subener Gefängnis. Durchschnittlich sitzen die Insassen fünf Jahre hinter Gittern – Tendenz steigend. Auch die Rückfallquote sei sehr hoch, geschätzte 70 Prozent müssen mindestens ein zweites Mal einsitzen. „Manche kommen drei- oder viermal wieder zu uns“, erklärt Anton Zweimüller von der Ausbildungsstelle der Justizanstalt Suben. Ausbildung und Beschäftigung spielen im „Häfn“ eine besonders große Rolle. Die Insassen können Berufe wie Schlosser, Bäcker oder Tischler erlernen und ihre individuellen Fähigkeiten bei der Produktion verschiedener Waren, von Metallfiguren bis Flechtkörben oder Dekoartikeln, einbringen. Auch außenstehende Personen können dem Subener Gefängnis Aufträge erteilen. Der Ausstellungsraum im Vorhof der Einrichtung ist für Interessierte jederzeit zugänglich. Dort können einige Produkte aus den Betrieben besichtigt werden. Übrigens: Die Justizanstalt Suben gilt als größter Mausefallenproduzent Österreichs. Zu Spitzenzeiten werden monatlich 120.000 Stück hergestellt. Zudem liefert das Gefängnis täglich 220 Kilogramm Brot und Gebäck für 600 Insassen in Oberösterreich und Salzburg. Auch Fenster für andere Justizanstalten, Speisen oder Stahlbetten werden vor Ort produziert. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen hier drinnen so gut es geht auf die Freiheit vorzubereiten, damit sie draußen überleben können“, erklärt Anstaltsleiter Gerd Katzelberger. Schon gewusst?Dass die Justizanstalt ... jährlich 1,8 Millionen Mausefallen produziert und damit der größte Hersteller in Österreich ist? bereits 10.000 Fenster für Haftanstalten und Gerichte erzeugt hat? täglich 220 Kilogramm Brot und Gebäck für 600 Insassen in Oberösterreich und Salzburg produziert? 110.000 Euro an Betriebskosten pro Monat benötigt? auf ihrem Areal für acht Abteilungen und 19 Betriebe Platz findet? täglich 440 Portionen Speisen für die Justizanstalt Ried herstellt?  

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