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TAISKIRCHEN, MEHRNBACH, NATTERNBACH. Gleich zwei Sprinterinnen aus dem Bezirk Ried werden heuer bei Leichtathletik-Europameisterschaften teilnehmen. Ina Huemer und Antonia Kaiser (beide IGLA long life Natternbach) haben die Qualifikation für die U23- bzw. die U20-EM geschafft.

  1 / 3   Antonia Kaiser (l.) und Ina Huemer sind jeweils als Staffelläuferinnen für die U20- und U23-Europameisterschaft nominiert. (Foto: IGLA)

Die Qualifikation von Ina Huemer für die U23-EM vom 11. bis 14. Juli in Gävle (Schweden) kam überraschend. Die 20-jährige Taiskirchnerin hat zwar von 2013 bis 2015 beachtliche internationale Erfolge gefeiert (sie schaffte es in das Finale der Olympische Jugendspiele und in das Semifinale bei der U18-Weltmeisterschaft), wurde dann aber durch eine Krankheit und Verletzungen weit zurückgeworfen.

Comeback von Ina Huemer

Erst zu Beginn der diesjährigen Freiluftsaison fand sie zu alter Stärke zurück. Sie lief die 100 Meter zum ersten Mal in ihrer Karriere unter 12,00 Sekunden und verfehlte das U23-EM-Limit über 200 Meter nur um acht Hundertstelsekunden (wobei sie mehrfach Pech mit Gegenwind hatte). Ende Juni holte sie bei den Staatsmeisterschaften über 200 Meter die Silbermedaille. Weil sie mit diesen Leistungen wieder zu den vier schnellsten Sprinterinnen Österreichs gehört, wurde sie für die 4x100-Meter-Staffel nominiert.

Weniger Druck

„Ich bin im Oktober nach Wien gezogen und habe mein Studium an die erste Stelle gesetzt. So habe ich mir selbst den Druck genommen und konnte wieder locker trainieren“, sagt Huemer.

Auch Trainer Klaus Angerer ist stolz auf das Comeback der Athletin: „An ihrer Stelle hätten andere längst den Hut drauf gehaut und aufgegeben“, sagt er.

Erste EM für Antonia Kaiser

Vereinskollegin Antonia Kaiser aus Mehrnbach ist in der Altersklasse U20 für die 4x100-Meter-Staffel nominiert. Für die 18-Jährige ist die U20-Europameisterschaft in Boras (Schweden) ihr erster großer internationaler Wettbewerb.

Verzicht auf Maturareise

Kaiser hat erst kürzlich an der Sport-HAK in Ried maturiert. Ihre Schulkolleginnen und -kollegen sind vor einer Woche auf Matura-Reise nach Kroatien gefahren. „Das ist schon bitter für mich, aber zwei Wochen vor einem EM-Start geht das natürlich nicht“, sagt die Sprinterin.

Sie hofft darauf, nach der EM etwas feiern zu können: Zum einen hat sie am Abreisetag zur EM ihren 19. Geburtstag, zum anderen will Kaiser gemeinsam mit ihren Kolleginnen (zwei Niederösterreicherinnen und eine Wienerin) das Staffel-Finale erreichen. „Dafür müssen wir etwa eine Zeit unter 45,00 Sekunden schaffen“, weiß sie.

Bei den Staatsmeisterschaften am letzten Wochenende war sie etwas zu schnell: Sie wurde nach einem Fehlstart über 100 Meter disqualifiziert.


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