Wartestellen im Pflegeheim
Im Bezirksalten- und Pflegeheim St. Dionysen gibt es seit vergangener Woche zwei „Wartestellen“ im ersten und zweiten Stock. Haben die Bewohner beispielsweise einen Termin beim hausinternen Friseur oder bei der Fußpflege, werden sie nach der morgendlichen Pflegerunde direkt zur Wartestelle gebracht und dort abgeholt.

Heimleiter Martin Brazda sieht in dem neuen System, das auch von anderen Pflegeheimen angewandt wird, große Vorteile. „Die Bewohner werden informiert, dass sie in der Früh einen Termin haben. Besonders Klienten mit demenzieller Erkrankung vergessen das sehr leicht. Andere können es kaum erwarten, dass sie endlich drankommen. So entspannt sich die Situation.“ Ein weiterer großer Vorteil sei die Orientierungshilfe. „Manche Bewohner haben einen Bewegungsdrang, weil sie glauben, sie müssen in die Arbeit. Früher sind sie mit dem Bus in die Arbeit gefahren und jetzt sind sie total fertig, weil sie die Bushaltestelle nicht finden können. Bei der Wartestelle können die Bewohner runterkommen und Stress abbauen“, erklärt Brazda. Darüber hinaus dienen die Wartestellen der Information für die Bewohner, da durch sie auch Ausflüge oder Termine für Krankenhausbesuche angekündigt werden können. Die Wartestellen finden nicht nur bei den Bewohnern, sondern auch beim Personal, bei den Hausärzten und den Angehörigen großen Anklang. Die Idee dazu hatte Wohngruppenleiterin Roswitha Staufer, die bei der Firma Welser anrief. Diese zeigte sich sofort begeistert von der Idee, kaufte die Schilder, ließ sie in der eigenen Werkstätte anfertigen und stellte sie dem Pflegeheim kostenlos zur Verfügung. „Das Altenheim ist in unserem Liniengebiet. Es ist uns wichtig, unsere Fahrgäste zu erhalten. Deswegen war ich sehr erfreut über das Angebot des Pflegeheims und habe es sofort in Angriff genommen“, sagte Wilhelm Welser.


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