TRAUN. Nach fast einem Jahr Bauzeit ist es endlich soweit: Am 10. September erfolgt die Eröffnung des 1,8Kilometer langen Teilstücks der neuen Linie 4 bis zur Endhaltestelle Schloss Traun. Damit gibt es österreichweit die erste Straßenbahn, die über eine Stadtgrenze hinausfährt und mehrere Städte miteinander verbindet. Insgesamt wurden dafür etwa 18 Millionen Euro investiert.

Umgesetzt wurde das Bauprojekt von der Landesgesellschaft Schiene OÖ GmbH. Die Linz Linien stellen als Betreiber die Straßenbahnen, Mitarbeiter und Fahrkartenautomaten zur Verfügung. „Die Fahrgastzahlen auf dem Streckenabschnitt der Linie 3 bis zur Trauner Kreuzung haben schon jetzt den Erfolg des neuen Angebotes gezeigt“, betont Linz AG-Generaldirektor Erich Haider.
Meilenstein für Zentralraum
Ab 10. September seien die Cityrunner dann auch auf der neuen Linie 4 bis zum Schloss Traun auf Schiene und böten auch hier eine attraktive Alternative zum Auto, so Haider. „Mit der Anbindung von Traun an das Straßenbahnnetz der Linz AG Linien wird ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs im oberösterreichischen Zentralraum gesetzt“, ist auch Linz AG-Vorstandsdirektorin Jutta Rinner überzeugt.
„Der Arbeitsplatz, der Ausbildungsstandort und der Lebensmittelpunkt werden mit dieser attraktiven Mobilitätsform für eine Vielzahl von Personen optimal verbunden“, unterstreicht Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner die Wichtigkeit des städteübergreifenden Verkehrsprojekts. Einen Aufschwung für Traun erhofft sich Bürgermeister Rudolf Scharinger: „Für Traun ist die Anbindung an die Straßenbahn ein Jahrhundertprojekt. Das heißt, Traun wird an den Zentralraum Linz angebunden, das ist für Traun ein Gewinn. Wir erhoffen uns, dass nicht nur alle Trauner nach Linz fahren, sondern hoffen auch, dass nun auch viele Linzer nach Traun fahren“, sagt Scharinger.
Technische Realisierung
„Wie bereits im ersten Bauabschnitt bis zur Trauner Kreuzung wurde durch die Schiene OÖ GmbH auch bei der zweiten Verlängerungsstrecke besonderes Augenmerk auf Lärm-, Erschütterungs- und Streustromschutz gelegt. Etwa 80 Prozent der Neubaustrecke sind aus optischen und aus Lärmschutzgründen wiederum als Rasengleis gestaltet“, informiert Herbert Kubasta, OÖVV-Chef und Geschäftsführer der Schiene OÖ GmbH (alle Zahlen, Daten und Fakten siehe Artikel auf der rechten Seite). Das langfristige Ziel sei es, weitere stark besiedelte Gebiete an die Straßenbahn anzubinden.
Eröffnung Linie 4 nach Traun
am Samstag, 10. September
Eröffnungsfeier ab 10 Uhr am Hauptplatz Nord in Traun
Eintritt frei
Infos unter www.traun.at


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