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BEZIRK ROHRBACH. Als Hoffnungsgebiet für Vorkommen des Wachtelkönigs gilt der Bezirk Rohrbach. Denn hier findet das Schutzprogramm für den seltensten Wiesenvogel Oberösterreichs hohe Akzeptanz.
 

Das Wachtelkönig-Männchen lässt vor allem in der Nacht sein lautes Crex-crex hören. Foto: Norbert Pühringer

In den 1980er-Jahren war der Wachtelkönig schon fast völlig verschwunden. Denn durch sein spätes Brüten in Wiesen von Mai bis August ist fast jede Brut durch Mäharbeiten gefährdet. Dank des Artenschutzprogramms der Naturschutzabteilung des Landes OÖ betragen heute die landesweiten Bestände wieder zwischen 15 und 40 Paare. Im Bezirk Rohrbach ist der seltene Wiesenvogel vor allem entlang der tschechischen Grenze zwischen Ulrichsberg und Bad Leonfelden zu finden; doch auch abseits davon, etwa bei Lembach, wurden rufende Männchen gehört.

Beobachtungen melden

Auch heuer hofft der Projektverantwortliche Harald Pfleger auf rege Beteiligung durch Bevölkerung und Landwirte beim regionalen Artenhilfsprojekt. Zum einen sollen Beobachtungen des vorwiegend in der Nacht mitunter stundenlang laut rufenden Vogels bekannt gegeben werden – das mechanisch klingende zweisilbige Crex-crex ist unverwechselbar. Landwirten die Brutwiesen bewirtschaften, wird eine Entschädigung für eine verspätete Mahd von 630 Euro je Hektar jährlich angeboten. Auf diesem Weg versucht die Naturschutzabteilung des Landes gemeinsam mit den Nachbarländern den europaweit bedrohten Vogel vor dem Aussterben zu bewahren.

Gut versteckt

Tagsüber ist der Wachtelkönig übrigens kaum zu sehen: Der etwa 25 cm große hühnerähnliche Vogel lebt sehr versteckt in dichter Wiesenvegetation. Nur wenn er etwa bei Mäharbeiten mit hängenden Beinen auffliegt, kann man ihn entdecken.

Ohren auf

Wer  den Wachtelkönig hört, soll diese Beobachtung möglichst rasch telefonisch oder per Mail bei Harald Pfleger (0699/8168 3825 oder haraldpfleger@gmx.at) bekanntgeben. Er wird den betroffenen Landwirten Schutzmaßnahmen auf freiwilliger Basis anbieten.

Wie der Vogel klingt, ist auf www.naturundmensch.com zu hören.


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