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BÖHMERWALD. In einem kleinen Moor im Böhmerwald rollte vergangene Woche der Bagger. Aber nicht zu Ungunsten der Natur, sondern für den Lebensraum- und Artenschutz am Grünen Band Europas.

Foto: Kropfberger
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Bei kalter Witterung und erstem Schneetreiben wurden unter Aufsicht des Moorexperten des Naturschutzbundes, dem das Moor gehört, alte Entwässerungsgräben verschlossen und Grabensperren aus Lärchenholz eingesetzt, um den Wasserhaushalt des kleinen Moores zu verbessern. Das Moor, welches im Rahmen der Aktion „Naturfreikauf“ des Naturschutzbundes gesichert werden konnte, ist ein Hotspot der Tier- und Pflanzenwelt, ein kleines Juwel am Grünen Band.

Eine der Letzten von ehemals Vielen

Es ist eine der letzten von ehemals vielen feuchten Böhmerwald-Moorwiesen, welche bisher nicht vollständig der Entwässerung und Aufforstung zum Opfer gefallen ist, und daher besonders erhaltenswert.

„Moore sind äußerst wertvolle, aber auch sehr seltene Lebensräume, Heimat für stark gefährdete, hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Infolge ihrer Wasser- und Kohlendioxid-Speicherkapazität erfüllen sie eine wichtige Aufgabe im Hochwasser- und Klimaschutz“, informiert Julia Kropfberger vom Naturschutzbund.


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