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ULRICHSBERG/KLAFFER/FREISTADT. Bestattungs-Unternehmern wollen drei junge Mühlviertler unter die Arme greifen: Sie haben eine Software entwickelt, die Prozesse und die Datenverarbeitung automatisiert, Sterbefälle können so ganz einfach online verwaltet werden.

  1 / 3   Thomas Eilmsteiner, Thomas Wuschko und Daniel Zimmerbauer (v.l.) stecken hinter der Bestattungs-Software funos.at. Foto: www.funos.at

„Funos – das Funeral Backoffice“ nennt sich das neu entwickelte Programm, das seit wenigen Tagen online ist. „Wir sind kein neues Bestattungsbüro und bieten auch keine Online-Bestattungen an. Im Gegenteil: Wir wollen Bestattern ein Werkzeug in die Hand geben, um ihre Arbeit so einfach wie möglich zu machen“, beschreibt Thomas Wuschko. Denn dass dieses Thema kein einfaches ist, weiß er aus Erfahrung im elterlichen Betrieb in Ulrichsberg.

Sterbefälle online verwalten

Wuschko hat deshalb gemeinsam mit dem Webdesigner Daniel Zimmerbauer aus Klaffer und dem Freistädter Programmierer Thomas Eilmsteiner eine Software entwickelt, die von der Datenerfassung der Verstorbenen, über Terminvereinbarungen und Vertriebskomponenten bis hin zur automatischen Rechnungslegung alles automatisiert.

Trauerbilder einfach und schnell gestalten

Herzstück des Programms ist aber der Trauerbildgenerator. „Das ist unser großer Nutzen und macht unser System einzigartig in Österreich“, berichtet der BWL- und Wirtschaftsrecht-Student, der für seine ausgezeichneten Jahres- und Maturazeugnisse gerade erst zum Ehrenabsolvent der HTL Mödling ernannt wurde, nicht ohne Stolz. Und erklärt näher: Trauerbilder und bald auch Trauerparten können ganz einfach und schnell direkt im Programm erstellt und mit Hintergrund-Bildern und Sprüchen aus einer großen Datenbank individuell gestaltet werden. Die Daten des Verstorbenen werden automatisch ergänzt und das fertige Trauerbild geht dann gleich an die Druckerei. „Über die E-Mail-Anbindung können auch Behördengänge übers System erfolgen“, ergänzt Wuschko.

Viel Zeit investiert

Etwa ein halbes Jahr Arbeit hat das Trio in die Funos-Software gesteckt. „Die meiste Zeit hat natürlich unser Programmierer investiert“, sagt Thomas Wuschko. Seit Anfang April können Bestattungs-Unternehmen die Software auf www.funos.at nutzen. Eine Facebook-Seite ist im Aufbau. Gestartet wird vorerst im Mühlviertel und Wien, „wir sind aber offen für ganz Österreich und den deutschsprachigen Raum“, haben sich die drei große Ziele gesetzt.


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