Aus alt mach neu: Ulrichsberger Sanierungsprojekt im Selbstversuch

Aus alt mach neu: Ulrichsberger Sanierungsprojekt im Selbstversuch

Sevim Demir Sevim Demir, Tips Redaktion, 24.05.2019 07:10 Uhr

ULRICHSBERG. Obwohl viele alte Gebäude leer stehen, entschließen sich immer mehr dafür, ein Haus neu zu bauen. Dabei kann mit kluger Planung und fachkundiger Ausführung ganz nach dem Motto „Aus alt mach neu“ ein ganz besonders Eigenheim mit historischen Charme geschaffen werden. Das hat das Unternehmen GHT Plan nun in Ulrichsberg bewiesen. 

GHT Plan wagte den Versuch und machte aus Alt, neu: Ein im Jahr 1600 erbautes und mittlerweile heruntergekommenes Haus ohne Garten im Ortszentrum vom Ulrichsberg sollte saniert werden. Mit einem Minibudget und viel Handarbeit wurde dieses alte Juwel aufpoliert und ihm zu neuem Glanz verholfen. Innerhalb von fünf Monaten Bauzeit wurden nach und nach der zweieinhalb-geschossige Stadl abgerissen und ein kleiner Garten geschaffen, das Obergeschoss vom Erdgeschoss getrennt, um zwei separate Wohnungen zu erhalten. Zudem wurden die Wände im Sinne einer funktionalen Raumaufteilung entfernt und versetzt, die alte Raumhöhe von weniger als 2,30 Meter im Erdgeschoss erhöht sowie neue Heizungs- und Elektroinstallationen angebracht. Um den historischen Charme des Gebäudes zu unterstreichen wurden die neuen Böden und Fliesen bewusst in einer passenden Altbauoptik gewählt.

70.000 Euro mussten reichen

Mit einem geringen Investment von 70.000 Euro wurden nun die beiden Wohnungen in dem sanierten Mietshaus fertiggestellt und das Projektziel – ein präsentables Sanierungsprojekt umzusetzen, dass nicht Geld kostet, sondern Geld verdient – zur Freude von GHT Plan erreicht. „Wichtig ist, dass man nicht gegen die Substanz plant – ein altes Haus hat eben seine Ecken und Kanten. Früher waren Häuser nicht ganz dicht, dafür gab es aber auch keine Schimmelbildung. Häuser waren nicht in Styropor eingepackt und man hatte dadurch höhere Heizkosten, dafür war das Klima in einem alten Stein-/Lehm-Haus aber viel besser, weil die Wände zur Raumklimaregulierung beitrugen“, weiß Gerald Höllinger, Architekt und Geschäftsführer von GHT. In der Region gäbe es laut Höllinger genug Objekte, denen mit diesem Wissen neues Leben eingehaucht werden könnte – eine fundierte Analyse des Bestandes, zielgerichtete Planung und ein Verständnis für den Charakter dieser Bauwerke sind hierfür das Fundament.

„Es braucht eine geschickte Planung“

Einer der häufigsten Gründe, warum sich viele Häuslbauer für einen Neubau entscheiden, ist wohl, dass es vielen einfacher erscheint, etwas neu zu planen als altes, bestehendes zu analysieren und umzugestalten. Auch wird neuen Baustoffen eher vertraut und darauf zurückgegriffen. Darüber hinaus ist auch der Gedanke vorherrschend, dass es günstiger sei, ein Haus neu zu bauen als alte Substanz zu verbessern. „Das ist nicht immer falsch“, meint Höllinger, „aber mit einer geschickten Planung lässt sich das leicht herausfinden.“

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