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Umweltbildung kennt keine Grenzen: Waldschulen bleiben auch nach Projektende vernetzt

Martina Gahleitner, 22.07.2020 05:12

ULRICHSBERG. Nachdem ein grenzüberschreitendes Bildungsprojekt zu Ende ging, startet nun eine neue Phase der Zusammenarbeit im Bereich der Umweltbildung in Oberösterreich und Bayern.

Das Projektteam mit Iris Niederdöckl, Elisabeth Frank, Rita Gaidies und Rupert Fartacek (v.l.) präsentiert das Forschertagebuch und die Infotafeln am Jugendwaldheim. Foto: Stefan Heigl/Nationalpark Bayerischer Wald

Sichtlich zufrieden blicken Elisabeth Frank und Iris Niederdöckl auf das frisch eingetroffene „Forschertagebuch – Biodiversität im Böhmerwald“. „Es ist wirklich schön geworden“, kommentieren die beiden. Das kleine Heft ist eines der Ergebnisse des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitende Umweltbildung im oberöstereichisch-bayerischen Böhmerwald“. Am 30. Juni endete die EU-geförderte Kooperation der österreichischen Böhmerwaldschule und des Jugendwaldheims Wessely Haus im Nationalpark Bayerischer Wald. Es soll aber nicht das Ende der Zusammenarbeit sein. Denn die Bildungsarbeit in der Region soll langfristig miteinander vernetzt bleiben, genauso wie die Natur und die Lebensräume im Grenzgebiet.

Fokus auf Artenvielfalt

„Mit unserer Umweltbildungsarbeit die Menschen vor Ort, aber auch die jeweils verantwortlichen Pädagogen länderübergreifend zusammenzubringen, war und ist uns ein Herzensanliegen“, erklären die beiden Projektbetreuerinnen. Das länderübergreifende Netz aus Schutzgebieten bildet die Basis zum Erhalt der Artenvielfalt in der Grenzregion. Dementsprechend liegt der Fokus der entwickelten Umweltbildungsprogramme auf dem Thema Biodiversität. Neben diesem Hauptthema sind Totholz, Boden, Wasser und Natura 2000 Gegenstand der einzelnen Programme.

Programme für Schulen entwickelt

Zusammen mit Forschern aus beiden Einrichtungen arbeitete das Projektteam seine Ideen aus und testete sie mit Schulklassen und anderen Gruppen. Zudem wurden rund um das Jugendwaldheim drei regensichere Unterstände, sowie ein barrierefreier Gruppenraum im Obergeschoß der Böhmerwaldschule gebaut, Informationstafeln an den Gebäuden sollen Lust auf themenbezogene Naturerfahrungen machen. Nicht zuletzt wurden Waldpädagogen auf beiden Seiten in der Umsetzung der Programme geschult. Schulklassen können diese in der Böhmerwaldschule und im Jugendwaldheim Wessely Haus buchen. Es gibt auch eine Kombination, mit der beide Einrichtungen besucht werden und der Unterschied der beiden Schutzregime ein weiteres Thema bildet.


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