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UNTERWEISSENBACH. In Unterweißenbach im Mühlviertel wurde am Donnerstag die Wildschadensberatung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich erneut zu einem wahrscheinlichen Wolfsangriff gerufen.  

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Als der Landwirt Manuel P. von der Arbeit heim kam, machte er die traurige Entdeckung, dass eines seiner trächtigen Schafe eine klaffende Fleischwunde an der Flanke aufweist. Seine Vermutung fiel direkt auf den Wolf. Umgehend verständigte der Landwirt einen Tierarzt, der aufgrund der Schwere der Verletzung zur Notschlachtung riet. Der Wildschadensberater der Landwirtschaftskammer sicherte gemeinsam mit dem zuständigen Referenten der Abteilung LFW/Land OÖ DNA-Spuren, um den vermuteten Wolfsangriff eindeutig nachzuweisen.

Zaun übersprungen

Für den Landwirt kommt erschwerend hinzu, dass der Angriff in unmittelbarer Nähe zum Haus geschah. Der Wolf muss den elektrifizierten Schafzaun übersprungen haben, dies zeigen eindeutige Spuren entlang des Stallgebäudes und rund um das Wohnhaus. Zusätzlich fanden sich noch einige Pfotenabdrücke auf einem nahegelegenen Reitplatz, die sehr wahrscheinlich von einem Wolf stammen – Abfolge und Größe sprechen dafür – so der LK-Wildschadensberater.

„Nutztierrisse müssen verhindert werden“

Die Landwirtschaftskammer bekräftigt ihre Forderungen nach einer wildökologischen Raumplanung und gezielten Bewirtschaftung des Wolfes nochmals. Nutztierrisse müssen verhindert werden, von der potenziellen Gefahr für den Menschen ganz zu schweigen. Es braucht ein effektives Bestandsmanagement, sodass die ländliche Bevölkerung im Mühlviertel weiß, wie sie mit der Situation umgehen kann.

Bestandsmanagement gefordert

„Wir fordern dringend ein adäquates Bestandsmanagement, um landwirtschaftliche Nutztiere zu schützen und weitere Schäden einzudämmen. Die Fälle häufen sich, die Notwendigkeit nach solidem Wolf-Management sollte politisch Priorität haben. Es braucht umgehend eine Änderung der EU-Rechtsnormen, um eine praxistaugliche Ko-Existenz von Wolf und Nutztier zu ermöglichen“, appelliert Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker eindringlich.


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