Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

UNTERWEISSENBACH. In Unterweißenbach im Mühlviertel wurde am Donnerstag die Wildschadensberatung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich erneut zu einem wahrscheinlichen Wolfsangriff gerufen.  

  1 / 5  

Als der Landwirt Manuel P. von der Arbeit heim kam, machte er die traurige Entdeckung, dass eines seiner trächtigen Schafe eine klaffende Fleischwunde an der Flanke aufweist. Seine Vermutung fiel direkt auf den Wolf. Umgehend verständigte der Landwirt einen Tierarzt, der aufgrund der Schwere der Verletzung zur Notschlachtung riet. Der Wildschadensberater der Landwirtschaftskammer sicherte gemeinsam mit dem zuständigen Referenten der Abteilung LFW/Land OÖ DNA-Spuren, um den vermuteten Wolfsangriff eindeutig nachzuweisen.

Zaun übersprungen

Für den Landwirt kommt erschwerend hinzu, dass der Angriff in unmittelbarer Nähe zum Haus geschah. Der Wolf muss den elektrifizierten Schafzaun übersprungen haben, dies zeigen eindeutige Spuren entlang des Stallgebäudes und rund um das Wohnhaus. Zusätzlich fanden sich noch einige Pfotenabdrücke auf einem nahegelegenen Reitplatz, die sehr wahrscheinlich von einem Wolf stammen – Abfolge und Größe sprechen dafür – so der LK-Wildschadensberater.

„Nutztierrisse müssen verhindert werden“

Die Landwirtschaftskammer bekräftigt ihre Forderungen nach einer wildökologischen Raumplanung und gezielten Bewirtschaftung des Wolfes nochmals. Nutztierrisse müssen verhindert werden, von der potenziellen Gefahr für den Menschen ganz zu schweigen. Es braucht ein effektives Bestandsmanagement, sodass die ländliche Bevölkerung im Mühlviertel weiß, wie sie mit der Situation umgehen kann.

Bestandsmanagement gefordert

„Wir fordern dringend ein adäquates Bestandsmanagement, um landwirtschaftliche Nutztiere zu schützen und weitere Schäden einzudämmen. Die Fälle häufen sich, die Notwendigkeit nach solidem Wolf-Management sollte politisch Priorität haben. Es braucht umgehend eine Änderung der EU-Rechtsnormen, um eine praxistaugliche Ko-Existenz von Wolf und Nutztier zu ermöglichen“, appelliert Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker eindringlich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Vom persönlichen Tiefpunkt zur Mutmacherin für Krebspatienten

Vom persönlichen Tiefpunkt zur Mutmacherin für Krebspatienten

PREGARTEN. Als die an Brustkrebs erkrankte Birgit S. im Jänner einen besonders schweren Tag erlebt, wird aus einer persönlichen Krise die Idee ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Volksschul-Turnsaal Tragwein wird saniert

Volksschul-Turnsaal Tragwein wird saniert

TRAGWEIN. Eines der derzeit größten Projekte der Gemeinde Tragwein ist die Sanierung des Turnsaals der Volksschule. Nach dem Start der Arbeiten ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Zehn Jahre „TeenTones“ in Tragwein

Zehn Jahre „TeenTones“ in Tragwein

TRAGWEIN. Mit einem Jubiläumskonzert feierte die Tragweiner Jugendkapelle „TeenTones“ ihr zehnjähriges Bestehen.

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
MRT-Gerät am Klinikum Freistadt in Betrieb genommen 

MRT-Gerät am Klinikum Freistadt in Betrieb genommen 

FREISTADT. Nach Kirchdorf und Grieskirchen hat nun auch am Klinikum Freistadt ein neues MRT-Gerät (Magnetresonanztomographie) den Betrieb aufgenommen.  ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Drei Tage Kreativität, Emotionen und Bühnenkampf beim Workshop der HLW Freistadt 

Drei Tage Kreativität, Emotionen und Bühnenkampf beim Workshop der HLW Freistadt 

FREISTADT. Die zweite Klasse der HLW Freistadt tauchte im Theater- und Feriendorf Königsleitn tief in die Welt der Darstellenden Kunst ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Ampel in Unterweitersdorf reagiert künftig auf Tunnelsperren

Ampel in Unterweitersdorf reagiert künftig auf Tunnelsperren

UNTERWEITERSDORF. Das Land Oberösterreich koppelt die Ampelanlage in Unterweitersdorf künftig an die Steuerung des Götsch­katunnels, ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Weitere Beiträge