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UNTERWEITERSDORF. Wilhelm Wurm hat am 26. Juni sein Amt als Bürgermeister nach zwölf Jahren offiziell zurückgelegt. Nach vielen umgesetzten Projekten und auch schwierigen Phasen freut er sich auf mehr Zeit mit seiner Familie und seine Hobbys.

Wilhelm Wurm freut sich auf mehr Zeit für seine Familie und das Fischen. Foto: privat
  1 / 2   Wilhelm Wurm freut sich auf mehr Zeit für seine Familie und das Fischen. Foto: privat

Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählt Wurm unter anderem den Neubau des Feuerwehr- und Musikhauses, die Staubfreimachung der Siedlungsstraßen und den Bau von Bauhof mit Altstoffsammelzentrum. „Mir war eine gut funktionierende Infrastruktur immer sehr wichtig“, erklärt der Bürgermeister außer Dienst. Auch auf die „sehr gut funktionierende Kinderbetreuungseinrichtungen“ ist Wurm sehr stolz. „Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen.“

Viele weitere Projekte wie der Pferdebahn-Kulturwanderweg, die Sanierung der Pferdeeisenbahnbrücke, der Wohnungsbau, die Erweiterung des Hortgebäudes, die Baulandsicherung und Geh- und Radwegverbindungen fallen in seine Amtsperiode. „In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl fast verdoppelt“, freut sich Wurm.

Umweltpreise geholt

Bereits 1992 kam Wurm für die SPÖ in den Gemeinderat. Anfangs war er für die Schwerpunkte erneuerbare Energie, Kultur, Familie und Jugend zuständig. Unterweitersdorf durfte sich über einige Umweltpreise des Landes Oberösterreich für Projekte wie Solarwohnbau oder den Bauhof mit Biomasseversorgung für die umliegenden Wohnbauten freuen. Insgesamt war Wilhelm Wurm 28 Jahre im Gemeinderat aktiv. 1997 wurde er zum Vizebürgermeister gewählt, am 19. November 2007 zum Bürgermeister.

Hilfe für Familien in schwierigen Lebenslagen

Wurm ist im Siedlerverein Unterweitersdorf aktiv und Obmann-Stellvertreter des Pensionistenverbands. „Da werde ich auch weiterhin aktiv bleiben.“ Bei den Kinderfreunden Mühlviertel ist er im Beirat für das „Mühlfunviertel“, das 2004 mit dem Energy Globe OÖ ausgezeichnet wurde. Er will sich auch weiter für das Projekt „Familien in schwierigen Lebenslagen“ einbringen und Benefizveranstaltungen organisieren. In den vergangenen zwölf Jahren kamen dabei 45.000 Euro Spendengelder zusammen. Auch bei örtlichen Sportvereinen ist Wurm Mitglied. Dazu war er Obmann-Stellvertreter der Inkoba Freistadt und Vorstandsmitglied der Region Ruf.

S10 und RegioTram

Dass das Amt des Bürgermeisters nicht immer einfach ist, hat auch Wurm erfahren. „Die Trassenfindung der S10 war sehr schwierig. Und auch langjährige Nachbarschaftsstreitigkeiten gehen an die Substanz. Manchmal war es möglich zu vermitteln, manchmal leider nicht.“ War die Startveranstaltung 2012 zur RegioTram noch einer seiner Höhepunkte, stellte sich der weitere Prozess als schwierig heraus.

„Der Ausbau verläuft schleppend. 2016 wurde die Trasse im Betriebsbaugebiet Unterweitersdorf/Wartberg verordnet. Eine Weiterentwicklung ist trotz zahlreicher Interessenten nicht möglich, weil die Detailplanung des Landes fehlt. Wir haben seitens der Inkoba eine Resolution an das Land gerichtet, um die Entwicklungen nicht weiter zu verzögern.“ Nun freut sich der 65-Jährige auf mehr Zeit mit seinem Enkel, seiner Frau Margarete, das Fischen und das Tennisspielen.


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