Zwei Vorfälle in Urfahr-Umgebung und Rohrbach verunsichern Eltern
OBERNEUKIRCHEN/ST. PETER. Seit Wochen sind zwei Vorfälle zentrales Thema bei Eltern und Kindern in den Bezirken Rohrbach und Urfahr-Umgebung: unbekannte Personen sollen versucht haben, ein Mittelschul-Kind in St. Peter sowie einen 16-Jährigen in der Gemeinde Oberneukirchen in ein Auto zu locken.

Passiert ist jener Vorfall in St. Peter bereits vor rund drei Wochen, erzählt Margit Caviezel, Direktorin in der Volksschule St. Peter, die persönlich mit der Mutter des betroffenen Kindes gesprochen hat, gegenüber Tips: „Das Kind aus der Mittelschule, das durch einen bereits absolvierten Selbstverteidigungskurs auf solche Situationen sensibilisiert war, lief sofort weg von dem Lieferwagen und verständigte die Eltern.“ Sie hätte seither Anrufe von besorgten Eltern aus dem ganzen Bezirk erhalten, denn die Geschichte ziehe – mal mehr, mal weniger ausgeschmückt – große Kreise in der Region. Die daraufhin erfolgten Überprüfungen und vermehrten Beobachtungen vor der Schule durch die Beamten der Polizeiinspektion Neufelden haben jedoch keine näheren Erkenntnisse gebracht und auch eine entsprechende Fahndung war nicht erfolgreich. Bis heute hätte es auch keine weiteren Anzeigen gegeben.
Vorfall auch in der Gemeinde Oberneukirchen
Etwas ähnliches soll sich auch in der Gemeinde Oberneukirchen zugetragen haben. Auch dieser Vorfall hat polizeiliche Ermittlungen ausgelöst. Hier soll der Betroffene jedoch ein Jugendlicher aus Waxenberg gewesen sein. Dieser gab bei seinen Eltern am 18. Jänner an, auf einem verschneiten Güterweg gegen 23 Uhr von einem Mann festgehalten worden zu sein. Zunächst sei es ein schwarzer SUV gewesen, der ihn mehrfach passiert hätte. Schließlich seien mehrere Männer ausgestiegen, einer dieser habe versucht, den 16-Jährigen in das Auto zu drängen, woraufhin eine Rangelei entstanden sein soll. Die Mutter des Jugendlichen sei es gewesen, die die Polizei letztendlich per Notruf verständigt hat.
Keine Spuren
Auch wenn man vonseiten der Polizei sofort reagiert habe und den Güterweg abgefahren sei, haben diese weder Spuren im Schnee noch ein dementsprechendes Auto oder die vermeintlichen Täter ausfindig machen können. Zwar sei der Fall an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden, die Fahndungstätigkeiten wurden aber bereits wieder eingestellt.
Polizeinotruf wählen
Von der Polizei werden solche Vorfälle aber jedenfalls nicht auf die leichte Schulter genommen. Jedem gemeldeten Fall werde penibel nachgegangen. Pressesprecherin Barbara Riedl von der Landespolizeidirektion Oberösterreich empfiehlt betroffenen Kindern, im Fall des Falles den Polizeinotruf 133 zu wählen und sich so Hilfe zu holen.


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