Zeitreise KW 4: Barrierfreiheit - Gallneukirchner hatten schon 2011 Visionen
Seit 1. Jänner gilt das Gesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen für alle Unternehmen in ganz Österreich. Alle Waren, Dienstleistungen und Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, müssen barrierefrei angeboten werden. In der Tips Ausgabe KW 11, Jahrgang 2011, erfuhren die Leser, dass man schon vor fünf Jahren daran dachte, Gallneukirchen barriefrei zu machen. (http://www.tips.at/zeitung/archiv/urfahr-umgebung/2011/4)

GALLNEUKIRCHEN. Eine Projektgruppe hat ein großes Ziel vor Augen: Sie möchte Gallneukirchen zur ersten Stadt Österreichs machen, in der man unterwegs sein kann, ohne auf Barrieren zu stoßen.Hindernisse wie hohe Gehsteigkanten, Stufen oder zu schmale Gehwege erschweren ein ungehindertes Fortbewegen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator. Unter dem Motto „Kunst ma helfen. Barrierefreies Gallneukirchen“ arbeiten Leopold Hackl-Lehner, Erwin Doppler, Christian Kieslinger, Krimhild König und Gerhard Maucha in ihrer Projektgruppe daran, Gallneukirchen vollständig von solchen Barrieren zu befreien. Der Name des Projektes soll einerseits auf die mögliche Bereitschaft zu helfen hinweisen, aber auch auf den Versuch einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Projekt möchte der Bevölkerung die Vorteile und Annehmlichkeiten von Barrierefreiheit vor Augen führen. Breite Fußwege oder abgeschrägte Gehsteigkanten helfen nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern allen Gehbehinderten sowie Müttern und Vätern mit Kinderwägen. Zu Projektbeginn wird eine Bestandsaufnahme gemacht, um einen Überblick über alle aktuell bestehenden Barrieren in Gallneukirchen zu erhalten. Die Schüler und Lehrer der Ludwig-Schwarz-Schulen im evangelischen Diakoniewerk unterstützen das große Vorhaben dabei. Sie dokumentieren das Projekt und werden es bei einer Veranstaltung im September der Bevölkerung präsentieren. Im Foyer der Schule werden auf einem großen Stadtplan mit Steckfähnchen alle Stellen gekennzeichnet, die bei der Recherche in der Stadt als Barriere erkannt wurden. Dieser Plan ist dann die Grundlage für das koordinierte Beseitigen aller Hindernisse. Neben dem Sammeln der Daten wird der Projektpartner Ludwig- Schwarz-Schulen auch selbstständig Ideen und Konzepte zum Thema entwerfen.
(Bericht aus dem Jahr 2011)


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