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URFAHR-UMGEBUNG. Die steigenden Temperaturen – hervorgerufen durch den Klimawandel – führen schon heute zu massiven Schäden, die in Österreich, laut aktuellen Studien des Wegener Centers für Klima und globalen Wandel schon jetzt zu Kosten von einer Milliarde Euro pro Jahr führen. Doch nicht nur finanziell wird die Erderwärmung ein Problem – auch in Urfahr-Umgebung.
 

Immer öfter müssen Feuerwehren im Bezirk zu Einsätzen nach Stürmen ausrücken. Foto: Bezirks-Feuerwehrkommando UU

Die drastische Entwicklung der Unwetter-Alarmierungen der Feuerwehren in Oberösterreich zeigt eine erschreckende Tendenz, wie eine Aussendung von Landesrat Rudi Anschober belegt: Waren es im Jahr 2014 bereits 894 Unwetter-Alarmierungen, sind diese 2015 bereits auf 2.079 angestiegen, 2016 auf 4195 und 2017 war mit 2440 Alarmierungen in der Landeswarnzentrale die zweithöchste Anzahl der letzten Jahre.

Rechtzeitige Ankündigung

Und auch Urfahr-Umgebung ist von der Entwicklung nicht verschont geblieben. Bezirks-Feuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer: „In den letzten Jahren sind die Einsatzzahlen der Sturmeinsätze der Feuerwehren im Bezirk Urfahr-Umgebung extrem gestiegen. Plötzlich einsetzende Stürme und Orkane sind auffällig gewachsen. Speziell das Jahr 2017 war ein sehr stürmisches Jahr. Der Sommersturm im August hat den Bezirk schwer getroffen und vor allem in Wäldern schwere Schäden hinterlassen. Durch kurze aber sehr starke Sturmböen war das Ausmaß intensiv und die Einsatzkräfte wurden sofort tätig. Der Herbststurm sorgte für zahlreiche Straßensperren und Stromausfälle durch umgestürzte Bäume und Einsätze an beschädigten Gebäudeteilen. Dieser Sturm wurde schon lange vorher angekündigt und nachdem es sich um einen Sonntagvormittag handelte, waren weniger Leute auf den Straßen unterwegs und auch Schulen und Geschäfte waren geschlossen.

Zusammenarbeit ist wichtig

Enzenhofer: „Die Feuerwehreinsatzkräfte sind immer wieder gefordert und begeben sich auch oftmals in Gefahr während eines Sturmes. Stürme und Orkane können zwar von den Meteorologen vorhergesagt werden, aber die Orte und wie stark die Windböen dort aufprallen, bleibt immer wieder ein offenes Rätsel.“ Speziell die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen ist für die Feuerwehr und für die Verantwortlichen wichtig und muss koordiniert ablaufen. Dazu wurde bei den letzten beiden schweren Stürmen die Technische Einsatzleitung Bezirk einberufen, um einen Überblick und zielgerichtete Einsatzplanung gestalten zu können und für die bestmögliche Sicherheit für die Einsatzmannschaften zu sorgen.

Negatives Verhalten der Menschen

„Was jedoch negativ auffällt sind die vielen Einsätze wozu die Florianijünger gerufen werden und dabei oftmals ihr Leben gefährden, kleine Äste die auf der Straße liegen, das Trampolin das im Nachbargarten liegt und Bäume im Privatgarten die sich etwas verbiegen. Dies stimmt unsere Einsatzleiter vor Ort nachdenklich. Daher wird seitens der Feuerwehren appelliert, das jeder vorbeugende Maßnahmen vor dem Sturm tätigt und während eines Sturmes die Notwendigkeit eines Notrufes abschätzt. Während eines Sturmes treffen zahlreiche Notrufe ein, wo es oft um Leben und Tod geht und dafür müssen die Kapazitäten der Einsatzkräfte frei bleiben“, erklärt Enzenhofer, der weiters ausführt: „Die 66 Feuerwehren in unserem Bezirk stehen mit einer großen Anzahl an ehrenamtlich top ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden bereit, um der Bevölkerung zu helfen, und sie werden auch in Zukunft gefordert sein. Mit stürmischen Zeiten – Orkan, Windböe und Stürme werden wir, laut Vorhersagen, in unserer Region vermehrt rechnen müssen.“


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