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BEZIRK. Vor kurzem wurde von Bundesminister Heinz Faßmann der Schulfahrplan für das im September beginnende, neue Schuljahr vorgestellt. Tips hat mit zwei Vertretern aus der Bildungsdirektion Oberösterreich über den bevorstehenden Schulstart, die dazugehörigen Maßnahmen sowie über Herausforderungen gesprochen.

 (Foto: FamVeld/shutterstock.com)
(Foto: FamVeld/shutterstock.com)

Normaler Regelbetrieb, kein Schichtbetrieb, keine halben Klassen, viel lüften, wenn möglich Unterricht im Freien, Mund-Nasen-Schutz im Eingangsbereich und auf den Gängen sowie der Einsatz des Ampelsystems: So lauten einige Eckpunkte rund um den Schulfahrplan, der vergangene Woche von Bildungsminister Heinz Faßmann präsentiert wurde. Das große Ziel: Schulschließungen wie jene im Frühling sollen verhindert werden. „Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche gut betreut werden und ordentlichen Unterricht haben, aber auch, dass dies in sicherer Umgebung stattfindet“, so Faßmann.

Positive Rückmeldungen

Was den Schulstart betrifft, so gäbe es aktuell viele Fragen – sowohl von Eltern als auch von Pädagogen. Viele davon könne man nunmehr mit Hilfe des Erlasses „Schule im Herbst 2020“ beantworten, sagt Werner Schlögelhofer, Leiter des Bereichs Pädagogischer Dienst in der Bildungsdirektion OÖ: „Wir haben bereits viele durchwegs positive Rückmeldungen aus unseren Schulen erhalten. Die Lehrer freuen sich sehr, dass praktikable Lösungen im Umgang mit der Corona-Pandemie in den Bildungseinrichtungen gefunden wurden.“

Von Seiten der Schulqualitätsmanagerin der Bildungsregion Mühlviertel (Freistadt, Perg, Rohrbach und Urfahr-Umgebung), Michaela Zeidler, heißt es indes zu dem Schulfahrplan: „Die Wiederaufnahme des Regelschulbetriebes ist wichtig, um wieder Normalität und Struktur im Alltag der Kinder zu verankern. Die Installation der regionalen Corona-Ampel und die Zusammenarbeit von Schule, Eltern und Gesundheitsbehörden wird Transparenz bringen. Die Schulen werden durch das Konzept des Ministeriums und das Covid-19-Hygiene-und Präventionshandbuch gut angeleitet.“

Herausforderungen auf regionaler Ebene

Angesprochen auf das Mühlviertel und damit verbundene, mögliche Herausforderungen im Herbst, sagt Zeidler: „Es wird umsichtiges Agieren vor Ort und die Berücksichtigung der baulichen und infrastrukturellen Gegebenheiten brauchen, um am jeweiligen Standort gute Abstimmungen in pädagogischen und organisatorischen Belangen zu treffen.“ Laut Zeidler sollen von Beginn an transparente und klar geregelte Kommunikations- und Informationswege festgelegt werden. An jedem Standort werde es ein Krisenteam geben, dessen Koordination beim Schulleiter liegt. „Alle erforderlichen Vorkehrungen organisatorischer und pädagogischer Natur, die für eine Fortführung des Unterrichts auf Basis der Informationen von Gesundheitsbehörden, Bildungsdirektionen und Bildungsministerium in den verschiedenen Ampelphasen nötig sein werden, sollen hier getroffen werden“, erklärt die Schulqualitätsmanagerin weiters. #

Behörde entscheidet

Sollte es im Herbst trotz aller Vorsicht zu vermehrten Corona-Fällen in Schulen kommen, entscheidet übrigens die Gesundheitsbehörde, ob Klassen in Quarantäne oder ganze Schulen geschlossen werden müssen: „Die Bezirksverwaltungsbehörde ist zuständig, um entsprechende Verordnungen zu erlassen und zuständig für teilweise oder vollständige Schließungen von Lehranstalten, Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen.“

Ampelsystem erklärt

Wer sich genauer über die Corona-Ampelregelung informieren möchte, kann dies übrigens online tun: Auf https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/coronaampel.html wird eine übersichtliche Darstellung der Corona-Ampelregelung mit ihren verschiedenen Maßnahmen jeweils zur passenden Bildungseinrichtung angeboten.


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