Nachruf: Trauer um Haibacher Altbürgermeister
HAIBACH. Doch überraschend verstarb Ende November verstarb der geschätzte Altbürgermeister und Ehrenbürger von Haibach, Josef Mayr, im 102. Lebensjahr. Bis zuletzt war Josef Mayr in einem guten körperlichen und geistigen Gesundheitszustand.

Der „Hunderter“ wurde dabei vor einem Jahr noch mit Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer und einer großen Runde gefeiert. Corona hat aber den Körper sehr geschwächt und der Altbürgermeister erholte sich nicht mehr davon. In seinem Leben stand neben der Familie und der Landwirtschaft vor allem der Einsatz für die Öffentlichkeit im Vordergrund. Die harten Kriegszeiten – von denen er immer wieder erzählte – haben sein Leben wesentlich geprägt. Sein Versprechen in den Schützengräben Russlands löste er ein wo er sich selber versprach: „Wenn ich hier lebend rauskomme, dann engagiere ich mich für die Öffentlichkeit“. Dokumentiert hat der dies und das ganze Kriegsgeschehen in einem persönlichen 80-seitigen Kriegstagebuch.
Aktive Kommunalarbeit
Und diese Arbeit für die Öffentlichkeit kann sich sehen lassen. Aktive Kommunalarbeit von 1949 bis 1973 mit zwölf Jahren als Gemeinderat, zwölf Jahre Vizebürgermeister, zwölf Jahre Bürgermeister (1973 bis 1985) sowie der Verleihung des Ökonomierattitel und die Ernennung zum Ehrenbürger. Der Bau vieler Lebensadern (Güterwege und Gemeindestraßen) und der Neubau des Feuerwehrhauses und Bauhof sowie der gemeinsame Amtshausneubau fiel unter seine Amtszeit.
Der Raiffeisenbank auf Ortsebene, dem Seniorenbund, dem Kameradschaftsbund und der Musikkapelle stand er engagiert als Obmann vor. Die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr und beim Bauernbund ergänzen das Engagement in der Öffentlichkeit, wobei er vor allem in der Pension sich auch um die sozial schwächeren und einsamen Menschen sehr kümmerte. ‚Vom allzu frühen Tod seiner Frau und seines Sohnes hat er sich immer wieder erholt. Vor drei Jahren übersiedelte er in das Seniorenwohnhaus in Hellmonsödt, wo er tagtäglich mit seinem Rollator weiterhin die sozialen Kontakte pflegte und noch im Freien anzutreffen war.
„Er war einfach ein Ehrenmann bis in das hohe Alter. Er hinterlässt trotz seines hohen Alters eine Lücke in der Gemeinde und auch bei den Bewohnern im Seniorenwohnhaus Hellmonsödt“, so Bürgermeister Josef Reingruber.


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